Dienstag, 24. Dezember 2013

Wir wünschen Euch...

Wir wünschen Euch
wundergute Tage
und /oder
schöne gesegnete Weihnachtstage

Wir wünschen, dass es euch möglichst gut geht
und Licht im Herzen


Montag, 23. Dezember 2013

Hoffnung!

Eigentlich sollte ich schlafen gehen, aber es treibt mich noch zu schreiben.

Je mehr wir die depressiven Gedanken herauslassen, desto mehr wird mir klar, dass es depressive Gedanken sind und depressive Wahrnehmung ist. Und ja klar, ich denke es gibt genug Gründe dafür und auch, wenn ich selber nicht weiß, was früher an schlimmen Erlebnissen war - so wird vieles dort auch noch ihre Ursache haben.

Wir werden diesen Weg weiter gehen - gemeinsam und ich werde mich weiter darauf einlassen, mehr von Innen mit zu bekommen. Es wird diese dunklen Gefühle und Gedanken auch immer wieder geben und ich versuche dem Raum zu geben, sobald es mir möglich ist. Ich kann das alles noch nicht so schnell von mir trennen - falle mit in das Dunkle und merke wie schwer es ist, da wieder heraus zu kommen. Jetzt gerade, bin ich ohne das - ist die stern, die sich damit trägt weiter weg von mir. Ich kann Atmen und spüre wieder meine Neugier und meine Hoffnung. Es tut gut, sich gerade friedlicher zu fühlen.

Ich möchte, das wir lernen schneller über solche und ähnliche Gedanken und Gefühle zu schreiben und besser noch zu reden. Nur das Reden kann etwas verändern, dass haben wir oft so erfahren. Wie gut wäre es, wenn wir miteinander reden würden. Oder Innere sich auch an unsere Helferinnen wenden würden. Ich vermute, das werden die nächsten Schritte sein - direkter zu werden und das Risiko einzugehen, damit ausgehalten zu werden und vielleicht sogar mehr als ein Aushalten zu erfahren.

Es ist für mich schwer Vorstellbar, dass Innen ja noch ein stern ist (oder mehrere) , in diesem Sein, was mir im Moment so fern ist. Aber ich lerne es und bitte um Geduld nach Innen.

Hoffentlich finden wir wieder eine Therapeutin, die mit uns unseren Weg gut geht. Wir würden gerne jemanden finden, die viel mit Imagination und EMDR (nicht nur zur Traumabearbeitung, sondern auch zum positiven verstärken) arbeitet. Vielleicht wäre auch sowas wie malen oder anderes Gestalten in der Therapie gut. Es wäre schön, wenn viele Ebenen angesprochen werden - nicht nur das Denken. Es wird nicht einfach, jemanden zu finden, aber wir werden uns auf dem Weg machen.

Es ist nicht alles gut - aber jetzt gerade ist es gut, weil ich glauben kann, dass es besser werden kann.
Danke nach Innen, dass ich das grad spüren darf!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Nicht alle... aber manche der Gedanken


Als ich das letzte Post Heute (Samstag) las, da wollte ich es schnell wieder weg haben. Da wir uns vorgenommen haben nicht zu Löschen, wenn es veröffentlicht ist, dachte ich, dass ich schnell was anderes schreiben muss - aber das wäre so ein trallala Adventswunschpost geworden. Was wir ja auch gerne machen, aber nur wenn es sich stimmig anfühlt und das war nicht so. So wurd nichts geschrieben - und doch jetzt.

Es sind so viele Gedanken da.

  • Welchen Sinn macht es so zu schreiben oder reden wie im letzten Post? Man macht anderen ein doofes Gefühl und sich vielleicht ein noch blöderes.
  • Es gibt keine Lösungen - außer das es irgendwie besser wird und das "Besser" dann mehr Raum einnimmt. Die andere Lösung wäre auch da, aber eben keine Option. 
  • Es ist eh schlimmer als es da stehen kann.
  • Es ist doch gar nicht so schlimm und ich stell mich an.Eigentlich ist doch alles gut kann ich ernsthaft denken, wenn ich mit jemanden rede oder da sitze und spiele und glotze und abgelenkt bin oder dicht. Ich kann dann vergessen, das ich nicht aufstehen werde, um was zu essen oder die Wäsche zu waschen oder... andauernd für Sekunden oder was länger oder Gleichzeitig, während es innen was anderes Denkt.
  • Wir müssen doch mal schreiben was es Gutes gibt, denn wir haben ja auch Freuden. Ich hätte gerne ein Kreativblog irgendwas wo es hell und freundlich zugeht und manchmal würd ich gerne was Heldinnenhaftes berichten...
  • Ich verliere immer wieder den Blick dafür, dass es einen Sinn macht alles und wir auf einen Weg sind. Ich denke an die viele Zeit, die Verloren ist und kann kaum noch aufrecht halten, dass es ein Hoffen auf eine bessere Zeit gibt. Dieser Scheiß dauert zu lange. Es ist vielleicht gut, dass ich das nicht schon vor Jahren wusste. Dabei wusste ich es. Nur anders.
  • Das Ding mit Weihnachten - ich vergesse dauernd, das keine Zeit mehr ist und ich mich verabschiede von Dingen, die ich noch machen wollte. Ich werde wieder nicht (noch weniger) anderen schreiben können und würdigen die Beziehungen die da sein könnten und da sind. (noch da sind). Keine Kekse backen und beschenken die guten Menschen wird auch wieder nix. ach .... 
  • In der Vorstellung ist Weihnachten und das Leben schöner als in echt.
  • Klein sein und sich eine Familie wünschen - können wir auch perfekt.
  • Hilfe kriegen wollen, ohne was dafür zu tun - klar, auch das geht perfekt.
  • und wegrennen und nichts tun, bis alles sich auflöst und man nur noch selber da ist. Aber es löst sich nie alles auf.
  • Eine neue Therapeutin suchen - wozu, das wird doch nix und kann nie so werden wie wir es gerne hätten und ist Sinnlos klar - sowieso. Wenn ich es nicht schon durch hätte würde ich auch eine suchen, die sich nicht auskennt und bestätigt das ich einer verrückte Form der "gebrochenen Hirnbahnen" leide und dann fällt ihr ein Medikament ein und Supi wirds und ich werd nur Traurig sein müssen über die verlorenen Jahre. Naja....
  • Ich bin immer wieder selber so genervt von mir - so sehr - diese Wiederholungen ... kann es fast nicht (er)tragen. Aber nur weil "doch langsam mal gut sein müsste", ist es eben nicht gut. kackmist
  • Wir waren beim Lungenfacharzt. Er sagt 2008 waren wir zuletzt da. Aber waren doch "gerade" erst da.... Asthma ist nicht schlimmer. Und sonst sind wir selber schuld - Rauchen und Fett sein und er weiß nicht mal wie wenig wir uns bewegen... "Haben sie schon mal über eine Magen - OP nachgedacht?" - Zwei Männer haben das bisher angesprochen - die Frauen sind da eher nicht so überzeigt von in unserer Situation... wir mal so mal so... vielleicht sollten sie uns eher den Mund zunähen und durch die Stadt jagen - wobei.. wir würden erstarren, statt rennen. Was muss man sich auch wiegen beim Lungenfacharzt? Hyposensibilisierung Hausstaubmilbe - ja vielleicht. Erst mal Antimilbenbettzeug verschrieben bekommen und Kortisonspray für die Nase. Er genervt - ist ja nur nen bisschen Kortison drin und wirkt ja nur lokal...ich: kommt ja auch nicht mehr drauf an.... er weiß ja nicht, dass hier der Staub gezüchtet wird und ich "lieber" mich sensibilisiere, als etwas im Außen zu tun.
  • Zu unserem erstaunen, haben wir diese Woche festgestellt, dass wir im Notfall tatsächlich noch eine verlässliche Funktionsfähigkeit haben für andere. Ein blöder Anlass für die Betroffene - aber für uns eine Erfahrung, mit der ich nicht gerechnet habe. Beruhigt irgendwie. 
  • Vielleicht backen wir morgen ja doch?
  • Das Gefühl.. alles geht zu ende. Alle werden weg gehen und niemand wird mehr mit uns sein mögen. Ist da. Nicht real - bis es passiert. Und es tröstet nicht, das jedem Ende ein Anfang innewohnt. Will keinen neuen Anfang. Nie mehr
  • Ich werd euch alle weglächeln!
  • Schweigend! und was ich sag ist wie nichts.
  • Mein Schauspieltalent wächst. Ich tu, sag, schreib Dinge und weiß es genau - meine Phantasie ist Krank. Vielleicht hat sie ne echte Grippe?
  • Ich rauch 3 Züge, mach die Zigarette aus, setz mich, schreib das Nächste und will wieder rauchen. Vielleicht sollten es mal mehr als 3 Züge sein.... das wäre billiger. Oder man muss endlich das Diktieren am PC Alltagstauglich machen - dann könnte ich auch von der Balkontür aus diktieren.
  • Schlecht bin ich ja eh... habe es nicht geschafft dem Neffen zum Geburtstag zu gratulieren. Und jetzt - Weihnachten und das verbinden, aber wie und will gar nichts machen. So schlecht bin ich. Er ist 17 oder 18... es wird ihm vielleicht nicht wichtig sein. Wir haben ja sonst auch keinen Kontakt. (Jetzt will sie sich das schön reden...)
  • Auf Facebook - in euren Blogs nicht schreiben, weil ich nicht wichtig bin und das was ich sage auch nicht... und so geht es meistens nicht. Aber ich lese euch meist und bin oft berührt... hab Gedanken und kann es grad nicht sagen.
  • Wie kann es sein, dass schon wieder Morgen ist? 
  • ................................................... endlos weiter.........................................
Wir wünschen euch einen schönen Sonntag / 4. Advent.

Samstag, 21. Dezember 2013

Das Bild


Wenn ich das Bild jetzt sehe, krieg ich das Gruseln - so ein kitschig, dramatisch, klischeehafter Ausdruck. Fehlt noch das Blümchen und Dramamusik.... würde ich daraus ein Video machen können, dann würde das Bild langsam zerfetzt werden und es wären Schreie zu hören - aufheulen und Lachen, so ein richtig fieses....
Doch eher würde ich Blümchen machen - die Größere nimmt die Kleine in die Arme und Supi Happy End. Alles Gut und alle Glücklich. Schlimm wars ja, aber jetzt ist ja mal gut - ist ja auch Weihnachten............
Vielleicht würde auch dieses verdammte Licht ausgehen und die Kleine verschwindet im Nichts und die Große dreht sich um und hockt in ihrem Nichts und leuchtet manchmal mit der Taschenlampe - wo sie genau weiß, dass der Strom bald wieder weg sein wird. Vielleicht ist alles nur Schein, weil das bescheuerte Licht von Außen kommt und Schatten macht, die Lebendig werden - weil Schatten in Filmen immer Lebendig werden und niemand weiß, ob es was gutes ist, oder ob es den Tod nach sich zieht. Kann auch sein, dass plötzlich viel mehr zu sehen wäre, als in einem Film zu erfassen ist. Vielleicht bleibt es auch wie es ist und immer war, nur das dieses und jenes zu sehen ist und anderes nicht - langweilig zu betrachten und Null Anreiz für Identifikationsgelüste. Wer will schon....

Darauf erst mal die nächste Portion der Freitagssüßigkeiten.

Das gefühlte Verstummen (denn sie reden ja) - weil dieser verdreckte Depri - Mist unter den Poren herum wabbelt und sich Jahr ein, Jahr aus die selben Fragen stellt, die selben Schlüsse zieht - das Leiden, welches zähflüssig an sich selber zerbricht, um sich mit Leichtigkeit wieder neu zu gebären - sinnlos durch Tage und Nächte quält. Verstummen, weil es sich so nichtssagend anhört, wenn Worte daraus wachsen. Verstummen, weil es dann vielleicht durch die Poren hervorquillt und unaufhaltsam und schlimmer noch als schlimm wird.

Müde macht mich das - immer und immer wieder. Dennoch kann ich Nachts nicht schlafen gehen.  Der Körper kann kaum aus den Augen gucken, aber der Fernseher läuft und es wird ein Spiel nach dem nächsten gespielt - Ablenken, um bloß nicht tiefer und tiefer ... oder schlimmer - sichtbar und spürbarer zu werden. Schlafen geht erst, wenn nichts mehr geht, wenn das Denken sich selbst stoppt und Worte keinen Sinn mehr ergeben. Wenn sicher ist, das wir nicht mehr wach im Bett liegen.

Das einzige Ziel, die Wahrnehmung so gering wie Möglich zu halten. Dem, was soviel Raum einnimmt keinen Raum geben und zu wissen, dass ich es auch nicht anders kann. Mich damit alleine fühlen und gleich das schlechte Gewissen wahrnehmen, weil ich nicht immer so ganz alleine bin und es auch andere Momente gibt und ich das so wenig halten kann.

Die Gefahr im Heute liegt im Innen und sie ist nicht greifbar. Mögliche Gefahren im Außen sind nichts im Vergleich. Es fällt so schwer an der Hoffnung festzuhalten und es fällt so schwer, zu sehen wie leicht es oft ist, an der Hoffnung festzuhalten.

Wie konntest du das nur bis zum letzten Wort lesen? Du könntest etwas schöneres tun.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Alltag und Abschied

Vor ein paar Tagen geschrieben:
Es freut uns, dass diese Vorlage gefällt und noch mehr freut es uns, dass wir jetzt wissen, dass bei dieser Vorlage auch Menschen Kommentieren können, die auf Programme angewiesen sind, welche die Augen ersetzen. Sollte Blogger mehr drauf achten, dass die Vorlagen auch möglichst Barrierefrei sind.

dunkel bunt hilflos Die Gedanken rasen beängstigend in den Tagen und Nächten.
Was getan werden muss, was getan werden möchte und all das was nicht getan wird.
Wünsche, Traurigkeit, Notwendigkeit und mehr - vermischt sich zu Brei, in dem wir immer wieder versinken.
Zäh ist dieser Brei. Ich versuche ihn ansehbar zu halten, auch wenn er fault, soll er gut aussehen.
Aber besser nicht zu nah heran gehen. Fäule blubbert heraus. Wir lächeln sie weg.
Unmöglich ihn anderen anzubieten. Unmöglich ihn selber auf die Zunge zu nehmen.

Heute (Mittwoch) geschrieben:

Letzte Woche Donnerstag war unser Abschied mit unserer Therapeutin. Wir haben uns mit ihr und Urs im Cafe ganz nah ihrer Praxis getroffen und dort zusammen gesessen. Wir wollten das gerne so und ich glaube, dass es so auch gut war. Es bewirkte, das etwas lockerer geredet werden konnte und war wahrscheinlich auch etwas leichter, weil es gleichzeitig eine Distanz vom gewohnten Setting brachte. Auch das Urs dabei war, war für uns so richtig - es gab eine Zeugin vom Abschied.... was es realer macht vielleicht und ein Wissen, das wir nicht alleine bleiben.
Wir sprachen über vieles noch einmal. Rückblickend, im Jetzt und über zukünftiges. Wir haben es geschafft zu basteln, malen und schreiben für ein Abschiedsgeschenk und es war schön zu sehen, wie sie damit umging, zu hören, was sie dazu sagte. Unser Gefühl nicht angemessen Reden, Handeln und Fühlen zu können hat das etwas verringert, aber weg ist es nicht. Nur können wir nur so, wie wir können - leider.
Die Zeit verging total schnell, obwohl wir deutlich länger zusammen saßen als sonst. Plötzlich stand Frau Str. auf und ging recht schnell - da haben wir nicht mit gerechnet und das machte den langen (über Monate dauernden) Abschied rapide ein Ende. Es ist kaum Vorstellbar, dass wir nie wieder ein Gespräch mit ihr haben werden. Auf den Tag genau waren wir 8 Jahre mit ihr in diesem Therapieprozess. Das ist wirklich eine sehr lange Zeit! Unser Danke kann nie genug sein. Es gab so vieles, was gut war und manches was uns fehlte. Ich weiß noch nicht, was das alles mit uns macht.

Wir schaffen es immer noch nicht euch wie gewohnt zu besuchen ... warum, weiß ich nicht - aber ich kann es nur so nehmen wie es geht und lasse euch allen einen Lieben Gruß und viele gute Wünsche da!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Vor dem Kakao mit Sahne und Schokostreusel geschrieben

Vielleicht sollte ich uns mal Armstulpen stricken - ist immer so kalt, wenn der Wind in den Ärmel weht beim Rauchen. Oder einen Ganzkörperstulpen? :o) Können ja nur Baumwolle an der Haut haben, also darf nichts kitzeln - aber für Armstulpen dürfte es ja nicht so teuer sein. *versuch zu merken*

Also hier ist jetzt das neue Blogdesign. Nicht mehr so grell, dafür in "ganzlilagetöne". Etwas weniger drumherumabgelenke und vielleicht erst einmal wieder ein Weile gut anzusehen, außer für die, die Lila nicht mögen - da empfehle ich den Feed zu lesen ;-)

Ist immer noch schwer zu schreiben. Dabei gäbe es genug Themen. Vielleicht auch zu viele? Ok, kann ja sein, dass wir morgen den ganzen Blog voll schreiben werden. Wer weiß das schon...

Ich mache uns jetzt noch einen Kakao mit Sahne und bunten Streuseln (Seit wir das irgendwo gelesen oder gesehen haben, ist das hier was ganz besonderes, was wir tatsächlich für uns so machen...)

Wir wünschen allen einen schönen Sonntag und/oder einen schönen 3. Advent - bald ist Januar. Gleich sozusagen...

wir konnten bei vielen nicht so lesen und schreiben in letzter zeit - werden nach und nach auch bei euch wieder ankommen. :-)

*winke*

Donnerstag, 12. Dezember 2013

immer noch.

Blau Grau tief
sie lief, sie lief, sie lief
Schwarze Sonne rief 
sie lief, sie lief, sie lief
tat als wenn sie schlief 
sie lief, sie lief, sie lief
roch den alten Mief 
sie lief, sie lief, sie lief
weg, weg weg
für den guten Zweck
weg, weg, weg
mit nahm sie den Schreck
weg, weg, weg
geblieben ist der Dreck
weg, weg, weg
doch sieht sie keinen Fleck

lief weg, lief und weg, weglief
immer noch.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Ein paar Worte gefunden

Immer noch fällt es hier schwer zu schreiben. So viel ist grad und der innere Stresspegel ist hoch. Stress mehr Innen als Außen und doch ist alles was von Außen dazu kommt eben noch schwerer und trägt nicht selten zu mehr Frust bei. Ach – ich merke grad, wie ich hier schreibe trifft es nicht wirklich und erscheint mir so belanglos und Sinnlos…. ich lasse es sein.

Donnerstag ist unsere letzte Therapiestunde. Ich glaube 7 Jahre waren wir jetzt bei Frau Str., das ist schwierig und obwohl so nah, können wir es nicht richtig realisieren und verlieren immer wieder den Bezug. Heute legte uns dazu die Migräne lahm. Ich hoffe sehr, dass es morgen wieder anders ist… mich frustriert das so. Wir möchten noch was machen morgen und es ist leider eh wieder eine “Kurz vor Knapp” – Aktion, wenn es nicht gelingt – das wäre sehr sehr schade….

In letzter Zeit wurde sich wieder mit einem neuen Blogdesign beschäftigt (abgelenkt) – das Grelle mögen wir grad gar nicht mehr. Also nicht wundern, wenn demnächst irgendwann alles wieder anders ist – ich hoffe, es gefällt euch dann so wie es uns gefällt.

Ich wünsche wir können bald wieder regelmäßiger schreiben – mir fehlt das Schreiben sehr. Gefühlt geht so viel verloren, wenn es nicht heraus kommen kann.

Freitag, 6. Dezember 2013

In Kürze...

... Aufnahme mit Handy (2MP) ... Erster selbstgebastelter Adventskalender :-)

Schreiben im Blog will grad doch noch nicht gelingen, es ist zu viel.

Wir wünschen einen schönen Tag und ein schönes Wochenende!
und/oder
Einen schönen Nikolaus und einen schönen 2. Advent!

Hoffen, das der Sturm Euch nicht schadet!

Passt auf Euch auf!

Liebe Grüße, anja und andere sterne

 

Mittwoch, 27. November 2013

Montag, 25. November 2013

Der Wind?

Der Wind?

Es weht ein Ich in alle Himmelsrichtungen
nach Oben nach Unten, Kreuz und Quer.

Ein Ich schaut dem zu -
ein bisschen Wind ist Ich.

Manchmal landet Ich hier und da
kurz und kürzer bleibt ein Ich.

Vielleicht würde es gerne länger bleiben
aber es weht und weht.

Der Wind kann nichts dafür
er weiß es nicht anders.

Der Wind?

Sonntag, 24. November 2013

vielleicht doch auf guten Wegen....


Heute Nachmittag hatten wir ein Gespräch mit Mieke. Wir sind uns bald 22 Jahre sehr nah und im Gegensatz zu mir erinnert sie sehr viel aus diesen Jahren. Sie hat den letzten Blogeintrag gelesen und Fragen gestellt und auch wenn ich erst irgendwie nicht wollte, weil die Gefühle zu nah kamen, war es dann gut. Ich möchte es festhalten hier, bevor es wieder verloren geht.
Über "ich weiß nicht warum dieses und jenes nicht geht" kam ich dahin zu sagen, dass es vielleict Innere gibt, die noch nicht im Heute sind und immernoch in der traumatisierenden Zeit feststecken. Das es Gründe gibt Viele zu sein und andere in Lebensbedrohlichen Situationen entstanden sind. Das ich da aber auch nicht hinschauen kann, es irgendwie weiß, aber es einfach viel zu schlimm und unfassbar ist. Weil das so unvorstellbar ist, bin ich dann auch wieder ganz schnell dabei zu denken das alles eben nicht stimmen kann und mir alles eingeredet wurde und ich jetzt darin feststecke. (Da kann ich mich richtig reinreden)
Naja und darüber kamen wir mit Mieke dahin zu reden wie es früher war (vor der Diagnosestellung). In mein "alles war besser, als ich noch Funktionierte-Denken" brachte Mieke dann Realitäten mit ihren Erinnerungen. Begebenheiten, die deutlich machten, das andere schon da waren, vor der Diagnose.... Das ich zwar viel mehr machen konnte, es dabei aber oft sehr schlecht ging, ohne zu wissen was los ist und wie das sein kann. Das ich Funktioniert habe, aber es ja auch nicht mehr erinnere und nicht wirklich erlebt habe. Und das immer weniger ging, fing auch schon vor der Diagnose an.
Das ich jetzt Fühlen kann und es irgendwie Verständlich ist, wenn die Gefühle nicht grad die Schönen sind und das sich die Inneren viel mehr zeigen, ihr aber auch mir, sonst würde ich ja nicht so viel mitkriegen/Fühlen. Ich verliere die Kontrolle immer mehr und das ist gut - eigentlich. Und vielleicht ist es irgendwann so, dass wirklich richtig jemand anderes draußen ist und ich ganz bewusst nach Innen gehen kann und einfach mal ausruhen? Das wäre schön, wenn es nicht so unheimlich wäre alles.
Über 40 Jahre Kontrolle und nicht auffallen und überleben, lassen sich nicht einfach mal schnell abstellen. Und wenn ich das Denken zulassen kann, dann sind wir eigentlich vielleicht auf einem guten Weg...
Bevor ich das jetzt lösche oder umschreibe, sende ich es mal schnell ab und wünsche allen eine gute neue Woche :o)

Wer glaubt schon, das man durch Mauern gehen kann?

FragezeichenWenn es nur irgendwie ginge, dass man mal Urlaub von sich selber nehmen könnte....
Im Heute sagt mir niemand aus meinem nahen Umfeld mehr, dass mir Disziplin fehlt. Niemand sagt, dass wenn ich wirklich wollte, das ich dann auch könnte. Keiner sagt, dass ich mal zusammenreißen muss und mich nicht so anstellen soll. Die, die das immer und immer wieder in den verschiedensten Variationen sagt und denkt, bin ich - und einige Innen vielleicht. Ich kann das nicht abstellen, fast zwanghaft sind diese Gedanken da und manchmal langweilen sie mich fast. Sie können einen in der Verzweiflung den Rest geben oder einen erst da hinein treiben. Ich weiß das, manchmal schon währenddessen und kann es dennoch nicht abstellen.
Mein(?) Denken ist nicht bereit sich an die Regeln zu halten... etwas zu verstehen, um es dann auch umzusetzen. Ich kann dann nur immer wieder Fassungslos und doch mit Fassung zusehen, was wieder passiert oder nicht passiert. Aushalten und jedes Hoch in den Himmel loben. hhmm, frag mich grad, ob diese Hochs darum auch so schnell wieder verschwinden? Ist der Himmel zu hoch?
Ich scheitere immer schon an mir - ich weiß, dass diese Methoden mich kein Stück weiterbringen und trotzdem habe ich das Gefühl, wenn ich das loslasse, dann ist das Leben vorbei. Wie widersinnig! Mal abgesehen davon, dass ich noch nie herausgefunden habe, wie ich das loslassen kann, gibt es doch genug nich Leben wollen/können in mir immer wieder, so das man sich doch sagen könnte, ok - wenn das das schlimmste ist was passieren kann... dann mal los! Sollte es doch besser werden - Supi! Also ist es wirklich die Angst an etwas zu sterben? Oder ist es die Angst vollends Verrückt zu werden? Und wie schlimm wäre das? Schlimmer, als so zu leben?
Naja und dann ist da das Ding mit der Dissoziativen Identitätsstruktur - dem Viele sein - mit dem Wir....
Merke das ich jetzt am liebsten wieder aufhören würde zu schreiben.... lenke mich ab - aber ich will versuchen grad weiter zu schreiben.
Es geht mir vertraut über die Lippen und Finger, dieses Wir ich schreib darüber und rede und ach eben alles was es so mit sich bringt. An vieles habe ich mich gewöhnt und manches versuche ich zu verstehen. An einigen Fronten kämpfe ich immer wieder um Anerkennung, Wahrnehmung und Akzeptanz. Etwas, das ich von anderen möchte und uns selber nicht gebe. So ganz heimlich oder auch nicht, im Alltag, nebenbei und immer wieder. Extrem Widersprüchlich. Vielleicht ist das Normal? Aber so lange und das obwohl ich es anders weiß (und gleichzeitig denke: Weiß ich es?) Es ist etwas, dass ich nicht verstehe. Dieser starke Widerspruch immer noch - seit 7, 8 oder 9 Jahren? Ich glaube, das mein Denken da total kaputt ist und sich da keine neuen Neuronenbahnen mehr bilden? Anders ist es nicht erklärbar....
Viele Gespräche gab es dazu in der Therapie, Betreuung, Freundinnen... meistens (immer?) war schnell klar das ich damit nicht weiterkomme, mit dem in Frage stellen. Das es dieses und jenes gibt, was sich wohl anders nicht erklären lässt. Und ich denke immer noch das es aber irgendwie anders sein muss und ich irgendwie andere täusche und manipuliere. Das alles nicht echt ist, auch wenn ich nicht weiß warum ich das tun sollte. Es kam dann in den Gesprächen auch manchmal an den Punkt, das wenn man es nicht DIS nennt - was das ändern würde? Wären die Probleme nicht die selben? Und was ist mit den über 30 Jahren Leben und Therapien, wo die DIS nicht bekannt war - haben sie was gebracht? Nein. Ich weiß das ja. Das macht es ja so schlimm für mich... Etwas zu wissen und dennoch nicht dannach handeln können und daran verzweifeln, weil dieses nicht Handeln können ja auch wieder was mit den Inneren zu tun hat.
So komme ich zu den Punkt, dass es so schwer ist, weil ich so wenig Kontakt nach innen habe. dass ich mich bemitleiden könnte, weil nicht mal die was mit mir zu tun haben wollen. Mal abgesehen davon, das ich ja auch nicht grad fürsorglich reagiere, wenn ich von den anderen was mitkriege, erinnere ich immer mal wieder ein Gespräch mit Mai. Naja Auszüge davon zumindest.
  • Menschen mit DIS in Arbeit, (Liebes-) Beziehung oder mit Kindern haben es insofern leichter (und natürlich auch schwerer), weil sie gezwungen sind in Situationen zu gehen, die verschiedenste Herausforderungen bieten, wo zwangsläufig viele Persönlichkeiten gefragt sind und gemeinsam Wege gefunden müssen damit umzugehen. Da ist eine ganz andere Wahrnehmung nötig und auch ein anderes agieren miteinander. So sind Zeitverluste oft deutlicher da und andere Anzeichen der Personenwechsel oder direktes miteinander.
    Wir haben diese äußeren Gegebenheiten nicht. Ich sitze hier und solange ich sitzen bleibe, besteht kein Grund für andere Innere wirklich da zu sein.
Dieses extrem eingeschränkte Leben hat durchaus einen Sinn - so gesehen. Ich bleibe sitzen. Na dann steh doch auf, wenn du es anders haben willst - denke ich. Aber wie? Ich habe nicht das Gefühl, das ich eine Wahl habe - meistens. Nicht die Kraft mich durchzusetzen, um was anderes zu tun. Daran versage ich täglich. Und es ist mir täglich bewusst.
Was ist aber in den Momenten/Zeiten, wo ich die anderen wahrnehme?
In meiner Vorstellung müsste ich zu so etwas wie einer Übermutter werden. Selbstfürsorge ohne Ende. Hier einen warmen Kakao machen, da auf die Ernährung achten, spielen, malen... Hilfe holen, zulassen, annehmen. Sanft sein, verstehend, tröstend, hörend, fühlend, sorgend, bewegend, haltend. Begreifen, das die anderen das Früher überlebt haben. Die Gewalt glauben. Ich kann vieles davon für andere Menschen tun. Für uns will mir das nicht gelingen. Gefühlt könnte ich daran sterben, wenn ich uns mögen würde.
Ein Auszug aus der Realität ist eher Folgendes:
  • Ich bin genervt über mich, wenn ich zum 50. mal am Tag erschrecke und ein, nicht vorhandenes, Tier wegstreichen will, was auf dem Körper herumkrabbelt. Anstatt beruhigend nach innen zu reden.
  • Mir ist es peinlich, wenn von Außen jemand andere Innere (nicht mehr so ganz im Innen) wahrnimmt und mir das sagt. Darauf reagiert. Ich will das schnell wieder "weg haben" und "normal" sein. Und ich will nicht wissen, dass es immer öfter vorkommt zur Zeit.
  • Ich tu mich sehr schwer, wenn ich nicht mehr weiß, was ich eigentlich wissen sollte. Kann nicht verstehen, das es vielleicht wirklich so ist, dass andere mehr als ich da waren. Und suche für mich immer nach anderen Erklärungen.
  • Wenn ich überflutet bin mit verschiedensten Gefühlen, versuche ich das auszusitzen und/oder wegzumachen. Nicht zulassen erscheint der einzige überlebbare Weg. Ich begreife meist erst, wenn es weg ist, dass es vielleicht (oder auch sicher) nicht meine Gefühle waren.
  • Ich nutze Hilfsangebote nicht, wo wir uns mitteilen könnten. Weil - ach weil so vieles an Fragen und Denken dann da ist und das verhindert. Trotz vieler Gespräche darüber, will das nicht in mein Hirn, dass man es ausprobieren könnte und wir dann ja sehen wie es "wirkt". Mich mit Jetzt-Gefühlen zu zeigen, dass ist immer noch sehr schlimm und schwer.
  • Ich wundere mich wenn ich denke und fühle wie eine verletzte, verzweifelte Jugendliche? und die Gefühle ausgedrückt werden wollen durch Verhaltensweisen/Ausdrucksweisen, die ich eigentlich nur Jugendlichen? zugestehe und mich weigere und auch das wieder aussitze bis es weg ist. Dabei eigentlich erst jetzt merke das es ja vielleicht wirklich jemand Jüngeres ist und die nichts dafür können das sie so sind... Aber ich kann doch nicht so schreiben - mir macht das Angst.
  • Ich bin erstaunt das Schmerz (auch aus versehen geschehender) das alles besser macht (für mich). Auch, wenn ich alles versuche, dass es nicht vorkommt, so empfinde ich Erleichterung, wenn ich weniger mitkriege von Innen. Auch wenn ich weiß, dass es mir/uns dann nicht wirklich besser geht.
  • Ich kann jeden Tag aufs neue Verzweifeln an unserer Unfähigkeit einen Alltag zu leben. Es geling fast immer nur ein Minimum vom absolut Notwendigen für uns und/oder für andere (wo wir glauben, dass es "so" sein muss, damit sie nicht ganz weggehen). Wird das Minimum unterschritten, verstärken sich sehr schnell Suizidgedanken und starke Lebenszweifel.
  • Ich kann mich in Wünschen und Hoffnungen verlieren und mir einbilden "genau so mache ich das jetzt und alles wird gut" und ich glaub das dann auch wirklich, bis es eben nicht geschieht, was von Sekunden bis Stunden dauern kann.
  • Meine Konzentration wird immer schlechter und oft kommt es mir vor, als würde ich immer "dümmer" werden. Ich schaue dann im Internet nach Anzeichen von Demenz.
  • Ich kann viele "Ichs" schreiben und bei allem Schreiben hier wieder vergessen das es um das Wir geht.
Ich fühle mich oft, als würde ich vor einer Mauer stehen. Ich weiß ich kann da durch gehen, aber ich habe Angst, dass ich doch nur schmerzhaft gegen die Mauer pralle. Wer glaubt schon, das man durch Mauern gehen kann?

Donnerstag, 21. November 2013

Tage wie diese...


 

Wie...

 stumm der Sturm in Schichten verwirrt
 Worte ummauert in Wellen ertrinken
 Leid sehend unerkannt verdunstet.

 Wie...
 einsam kotzen und nicht alleine
 fehlende Schokolade
 ein Gehirn, das sowas hervorbringt.

 

 

Sonntag, 17. November 2013

Körperdinge

Gemalt von uns mit Sketch Toy - müsst mal auf den Link klicken, dann kann man sehen wie es gemalt wurde - find ich spannend :-)

Der Körper ist für uns, bisher in diesem Leben, ein notwendiges Übel. Das Anfreunden mit ihm ist bisher nie gelungen und es fällt sehr schwer, wenn wir uns mit ihm mehr beschäftigen müssen - als das was nebenbei passieren muss, um gesellschaftsfähig zu sein. Ehrlich gesagt, schaffe ich es nicht einmal zu versuchen ihn gerne zu haben. Aber ich würde mir wünschen da irgendwann hin zu kommen....

Dennoch werden wir ja immer wieder gezwungen uns mit Bereiche des Körpers auseinander zu setzen. In dieser Woche brachten uns die Neurodermitis und die Zähne in diese Not. Am Montag waren wir bei einer neuen Hautärztin. Seit langen hat sich bei uns die Neurodermitis auf die Hände und Füße verlagert, teils schmerzhaft, juckig und einfach nervig. Wir hatten einige Zeit Puva-Bestrahlung, aber danach wurde es wieder schlimmer. Schmiere schon ewig Kortisonsalben... naja alles nicht so prall. Am Körper haben wir es gut im Griff, aber Hände und Füße wollen nicht gut werden.

Die neue Hautärztin ist etwas besser als die vorherige - etwas zugewandter. Die Praxis ist groß und wir mussten lange warten. Heraus kamen neue, stärkere Kortisonsalben und eigentlich wieder eine Bestrahlung. Dieses mal Balneo-Phototherapie mit UVA, was heißen würde, dass hinfahren, Bäder, Bestrahlung und zurückfahren mindestens 1 1/2 Stunden benötigen. Zu Beginn 3 mal die Woche, was grad einfach nicht geht, da noch andere Termine mit der Betreuung anstehen und unsere Stunden das nicht hergeben. Jetzt wird versucht, das wir dafür extra Stunden bekommen, damit auch noch anderes möglich bleibt. Somit wird das frühestens Anfang des nächsten Jahres gemacht.

Allerdings macht die Vorstellung, dieser Behandlung hier schon viel Stress... Sich so sehr kümmern zu müssen, auch noch vor anderen, und überhaupt... die Gedanken Kreisen darum und das starke Hoffen, dass die Salben so helfen, dass die Bestrahlung nicht mehr sein muss. Aber es ist eben Kortison und selbst wenn es hilft, ist die Frage ob es auch noch Heile bleibt, wenn wir die Salben wieder absetzen.... *hoff*

Die Salben sollen in bestimmten Intervallen täglich geschmiert werden. Da das nächste Problem... Stress für uns, total.... Bis jetzt haben wir es noch nicht geschafft einen Tag so zu salben wie es sein sollte... Nur die Hände, das geht einigermaßen. Merkten auch nach dem ersten Einschmieren direkt Erleichterung. Inzwischen heilt es, kaum noch Juckreiz, keine neuen kaputten Stellen, keine Bläschen, kaum Rötungen... also die Salbe tut was sie soll.... hoffentlich, wie gesagt, bleibt es so nach dem Absetzen. Ich hoffe, das alles auch hilft letztlich, wenn wir so schmieren wie wir es können... wobei wir versuchen es so hinzukriegen wie verordnet.

Am Dienstag war dann das Anprobieren der Schiene bei der Zahnärztin. Festgestellt wie falsch wir zubeißen und den Unterkiefer falsch halten. Etwas zu weit vor und gefühlte 10 cm zu weit nach Links. Durch die Schiene merken wir das erst und können auch nur damit korrigieren. Sie soll Tag und Nacht getragen werden und nur zum Essen und Trinken herausgenommen werden. Eine Nacht hatten wir sie nicht drinnen, aber sonst geht es nachts eigentlich - zumindest ist sie morgens noch drinnen. Ziemlich schnell ist ein Stück abgebrochen, was es aber leichter macht sie zu tragen und rein und raus zu nehmen, ohne das es weh tut. Tagsüber - ist es viel schwerer als gedacht. Dieses ständige was im Mund haben, was immer mal wieder würgreiz auslöst und irgendwas innen macht - was weiß ich nicht, aber ein Gefühl, als würde man Leiden ohne Ende....  ständiger innerer Druck... ich hoffe, das sich das irgendwann legt. Dazu ist da das immer wieder rausnehmen bei jedem Bissen oder Trinken, halbe Stunde warten Zähneputzen, um sie wieder rein tun zu können... ja auch das alles kriegen wir nicht annähernd gut hin. Tagsüber ist sie fast nur draußen und liegt da wie ein Mahnmal.... zum Kotzen!

Salben, Schiene.... und es kommen noch Orthopäde und Lungenfacharzt in den nächsten Wochen dazu - auch alles wegen dem Schwerbehindertenausweiß nicht wirklich verschiebbar..... und die Gutachten.... und die letzte Therapiestunde und Weihnachten.......

Ich wollte versuchen zu schreiben was es mit uns macht, aber es gelingt mir nicht, das Denken und Fühlen zu benennen. Zwischendurch denke ich, " Mache ich jetzt halt mal dieses und jenes, ist doch kein Akt!" - aber es funktioniert nicht so und wir brauchen Zeit - wieder und immer noch. Es macht mich Sprachlos irgendwie.... darum ist es gut, dass hier jetzt zumindest so geschrieben werden konnte.
Körperdinge sind echt schwer für uns.

Samstag, 16. November 2013

in aller Kürze…

Die Woche war/ist anstrengend.

engelWE

Wir wünschen Euch ein wundergutes Wochenende!

Mittwoch, 13. November 2013

wir wirr irr

hilflos

Zu viel Körper für zu viel zu wenig Mensch
fremdvertraut Gemische
frei-willig
(W)ir(r)

Sonntag, 10. November 2013

Seid Mutig!

herzig


Was schwebt so einsam im Wirren herum?
Es ist ein Herz mit Augen und krumm,
einen Mund und Sterne hat es auch,
vielleicht ist unten da ein Bauch?

Es sucht einen Ort, wo es landen kann.
Lebendig, friedlich es sich ersann,
dazu das Meer und liebe Leute
so denkt es sich das hier und heute.

Wenn es so schaut, in sich hinein,
da kann es merken, es ist nicht allein.
Doch schaut es lieber aus sich heraus
Das Innen ist ihm ein riesen Graus.

Nein, da hab ich euch angeschmiert.
Denn manchmal es nach Innen stiert.
Und wenn es dann ganz Mutig bliebe
dann säh es da bestimmt auch Liebe.

In diesem Sinne….
                              seid Mutig!

Freitag, 8. November 2013

Ein Traum und anderes

Ich hab das Gefühl, das wir immer verwirrter/unsicherer(?) werden. In uns, ich, im Leben. Manchmal möchte ich mir das Funktionalere wieder herwünschen. Handlungsfähiger, wenn auch nicht wirklich besser. Es ist jetzt wie es ist. Irgendwie ging es schon immer weiter.

Mittwoch hatten wir einen Termin mit Mai. Soweit ich weiß, war der ganze Termin ok. Dennoch war hinterher das Gefühl da, dass irgendwas nicht gut war. Vielleicht als hätten wir was Falsch gemacht? Ich weiß es nicht und kann es nicht zuordnen. Es war viel im Denken einfach nachzufragen, eine SMS zu schicken, dann wäre es vielleicht gut gewesen. Es ist auch so abgesprochen und öfter schon besprochen, dass wir uns über verschiedene Wege melden können. Eigentlich eine ganz logische Sache. Komisches Gefühl –> nachfragen –> Antwort kriegen –> vielleicht beruhigt sein. Stattdessen gibt es unnötige Kämpfe und Gedanken. Was auch schon besprochen wurde und dennoch hindert. Ich hätte uns. glaube ich, schon verlassen. Soviele Themen, die immer und immer wieder Thema sind und dennoch sich nicht auflösen. Der Punkt muss doch kommen - “Wenn wir (anscheinend) nicht wollen, dann hilft eben auch nichts.” – Ja klar, es ist ja ein “nicht können” – dennoch bleibt das Ergebnis das Selbe. Mich macht das so müde. Ich glaub auch das Mai und Urs da anderes zu sagen würden, aber ich/wir verstehen es nicht. 

Haben eine Mail bekommen von der einzigen Therapeutin vor Ort, die mit DIS arbeitet. Kein Platz und diesesmal auch nicht eine Zeit, wann wir noch mal Anfragen können. Aber die empfehlung für eine andere Therapeutin, die aber auch weiter weg ist. Im Internet finden wir nichts zu der Frau. Haben dann weiter geschaut und irgendwann verwirrt alle Browsertabs geschlossen.

Vielleicht müssen wir wirklich das Orientierungsgespräch mit der ehemaligen Kliniktherapeutin machen. Sie hat wahrscheinlich noch Ideen. Es ist nur echt nicht leicht, weil manche von uns sehr an ihr hängen und es nicht leicht wird, ihr wieder zu begegnen und dann auch wieder zu gehen. Ach da hängen soviele Gedanken / Gefühle dran… trotzdem müssen wir es tun, weil es einfach Sinn macht.

Ich würde mich gerne verkriechen. Naja – mehr verkriechen wie wir es tun geht kaum…. aber ich will weg sein.

Ein Traum der Teils gewusst wird noch:

Eine Frau lernen wir kennen. Den Weg dahin erinnere ich nicht mehr. Die Frau ist nett und wir unterhalten uns bei ihr im Haus. Irgendwann ist sie ganz verzweifelt und fragt mich ob ich sie denn wirklich nicht kennen würde? Ich kenne sie nicht. Sie erzählt, dass ich sie aus der Vergangenheit doch kennen muss! Ich sage, das ich fast nichts weiß aus der Zeit. Sie sagt ihren Namen und der klingt irgendwie vertraut, aber ich weiß nichts. Sie erzählt aber auch nicht was damals war – es ist aber klar, das wir eng zusammen waren und schlimmes passiert ist, aber mehr lässt sie nicht durchblicken – ist nur verzweifelt, dass ich sie nicht kenne.

Ich gehe in einen anderen Raum und dort sind auch Kinder. Ein Junge fragt mich irgendwas und ich kann nicht Antworten. Daraufhin läuft er auch verzweifelt weg. Ich laufe ihm hinterher in ein oberes Stockwerk und dort sind viele Zimmer und ich schaue in die meisten hinein und suche den Jungen. In den Zimmern sind Einzelne oder Gruppen von Kindern und Jugendlichen. Manche sagen das sie wissen das ich anja bin. Andere machen mir den Vorwurf, dass ich ihren Bruder angeschrieen habe. Ich sage klar, dass ich nicht geschrieen habe und ihn jetzt suche, um mit ihm zu reden. Ein paar Jugendliche sprechen mich an, das ich doch die bin, die sich mit Computern auskennt und sie wollten das ich sowas ähnliches wie eine kaputte CD repariere und irgendwie noch die Daten darauf rette. Ich sehe die CD und eigentlich ist es nicht möglich, aber es ging dann doch und ich suchte den Jungen weiter.

In einem Raum sehe ich ihn dann. Größere wollen mich zu ihm lassen und ich sage wieder deutlich das ich ihn nicht angeschrien habe und bitte gerne mit ihm reden möchte. Der Junge geht mit mir aus dem Raum. Dann erkläre ich ihm, das ich “psychisch Krank” bin. Das ich schlimmes erlebt habe und mein Gehirn das nicht verarbeiten konnte, als ich klein war und jetzt arbeitet es nicht mehr richtig, darum kann ich ihm auch nicht Antworten. Der Junge versteht das anscheinend.

Direkt nach dem Aufwachen wusste ich kurz genau, dass wir früher dachten, das dunklehäutige Menschen besonders lieb und gut und stark sind. (Ich weiß nicht ob das stimmt, dass wir früher so dachten, aber es war so da) Die Frau (Mutter der vielen Kinder?) war dunkelhäutig. Die Kinder und alles vielleicht wirklich Innere?

Es ist selten zur Zeit, das ich mir Träume merken kann. Wollte ihn festhalten – vielleicht ist es wichtig.

drachen26

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende! 

Dienstag, 5. November 2013

Verzweifelt, lauwarm kotzen

Da sitze ich jetzt hier und die Tränen sind näher als nah. Mit einer Freundin gechattet, die andere rief an um Gute Nacht zu sagen, schnell machen wollen, weil ja auch Chat weiter gehen soll, weil ist grad so selten der Kontakt und die am Telefon ist aber grad im Urlaub und auch da kurz hören wollen wie es ist – 10 Minuten, aber die im Chat hat sich schon verabschiedet, weil müde und viel und schlafen müssen und die am telefon auch irgendwie versucht schnell zu machen und jetzt sitz ich hier und hab weder mit der einen noch mit der anderen einen ruhigen Austausch gehabt und bin traurig. Das kam ähnlich jetzt schon öfter vor, weil die beiden irgendwie oft eine ähnliche Zeit haben und ich find es ganz schlimm.  Auch wenn beide sagen es ist nicht schlimm, aber es ist immer stress dann und ich weiß nicht wirklich eine Lösung, denn die wäre in dem Moment zu entscheiden und das krieg ich nicht hin. Ja ich weiß, wird passieren müssen oder es bleibt eben so. (Und nein, es hat nichts mit euch beiden zu tun, denn ihr sorgt da ja für euch und das ist gut und soll so bleiben, ich muss für uns handeln….) In sowas bin ich echt schlecht.

Ein paar Stunden später:

Ich lass alles stehen wies geschrieben wurd. Der Termin bei der Ärztin macht doch mehr als ich dachte. Schon den ganzen Abend und auch wenn es keine Sinn macht ich lass uns was rumkotzen hier – vielleicht geht dann schlafen. Sie hätte von sich aus nichts angesprochen, weder das Telefonat mit unserer Therapeutin noch den Schwerbehindertenscheiß. Als wir (Mai und wir) sie ansprachen war sie wirklich sichtlich angenervt. Ihr Gesicht sah eindeutig aus. Sie sagte aber nichts wirklich dazu. Ihr Blick schränkte unseren Handlungsspielraum ein und wir taten was ihr lieber war, auf die üblichen Fragen Antworten und wissen sie weiß nicht was ich meine und will es auch nicht wissen. Ich hätte gerne gefragt, was sie nervt. Die Arbeit, den Bericht anders schreiben zu müssen oder das Sie nicht weiß was wir eigentlich von ihr wollen, aber nicht Fragen mag, weil sie ja die Fachfrau ist und keine Schwäche zeigen mag. Ich sag mir andauernd, das es egal ist und solange sie halbwegs macht was wir brauchen (wo wir sehr misstrauisch sind, ob das wirklich geschieht), dass es keine Alternative gibt und sie ja eigentlich auch irgendwie nett ist. Aber es brodelt so sehr Innen.

Es ist so sehr zum Kotzen auf Menschen angewiesen zu sein, die wir gar nicht wollen. Über privates Reden und zu merken, dass sie absolut nicht von ihrem Denken abweichen wrd. Das man erklärt und in der nächsten Stunde wieder ein ähnlicher Ablauf ist. Sie hat keine Lust sich mit der DIS auseinander zu setzen und dem was dieses Sosein macht. Immer wieder stellt sie die selben Fragen. Ich hasse es das wir dann heute auch geredet haben und versucht was zu erzählen, ich hasse es das wir was erzählen was wir nicht wollen und ich das nicht gestoppt bekomme. Dieses Gesicht von ihr heute war einfach ehrlich und dieses wieder nett reden danach war scheiße! Wir steigen leider sofort auf sowas ein, aber ich hätte gerne anders Reagiert und hätte das Echte gerne weiter gehört! Es ist zum kotzen, dass es keinen Sinn macht und vernünftiger ist, das alles irgendwie als “Mittel zum Zweck” zu betrachten.

(Vorsicht zwischendrin Fäkalsprache!) Ich fnds zum Kotzen auf Menschen angewiesen zu sein, denen ich egal bin und dennoch haben sie Leben in der Hand! Ich finds zum Kotzen von Menschen begutachtet zu werden, die mich nicht kennen und die so viel privates wissen wollen ohne auhc nur irgendwas wissen zu wollen. Ich finds zum Kotzen, das ich wieder so ein scheiß Glaubhaftigkeitsgutachten machen muss – wieder erzählen, was ich nicht erzählen kann, nur damit man mir hilft und ich bekomme was mir angeblich zusteht. Was ist mit den vielen Klinikberichten und Therapeutinnen, Helferinnen, Ärzte, die uns Jahrelang kennen und nichts von dem hat Wert und unser gerede wird auch wieder keinen Wert haben, weil wir noch nicht “Gesund” sind und alles mal eben so im einklang mit Gefühlen erzählen können, geschweige denn Erinnerungen einordnen und so weiter – was zählt eine Diagnose, wenn man in solchen Gutachten nicht berücksichtigt, das es einschränkungen gibt? Ich finds zum Kotzen nach einer neuen Therapeutin suchen zu müssen und nicht mal 2 vor Ort zur Auswahl zu haben – wo ja das zwischenmenschliche in der Therapie so wichtig ist und freie Arztwahl besteht…. Ich hasse es nicht die Hilfe zu bekommen, die eigentlich möglich wäre und mir so verweigert wird ein scheiß beschissenes gutes Leben mal zu haben. Mich kotzt es an das diese Frau sich über mich stellt, wo wir sie doch sowieso schon Kilometer höher stellen. Was ist so scheiße schwer daran offen und ehrlich zu sein? Direkt zu sagen, was man weiß und was nicht. Davon aus zu gehen das jemand die Wahrheit sagt? warum ist diese scheiß Show in dieser welt so wichtig? 44 Jahre Scheiße und manchmal hasse ich es, dass es gute Erfahrungen mit liebe Menschen gibt, die uns an das Leben binden. Diese Situationen und Menschen die fördern doch das gespalten/gebrochen sein. Das hilft doch nicht. Wenn ich alles könnte, allen Anforderungen gerecht werden könnte – wäre ich entweder nicht mehr in der Lage zu begreifen, dass ich ein scheiß Leben habe, oder ich wäre Buddha oder ne Göttin oder sowas. Menschlich ist das nicht. Oder gerade doch – leider. Irgendwie hat das heute was ausgelöst. Dieses Gesicht und dann der wechsel zu trallala und aushorchen. Das war nicht gut!

So und jetzt versuche ich zu schlafen.

Sonntag, 3. November 2013

Wieder ein Montag

Der Montag ist gekommen. Die vergangene Woche verschwommen. Mir ist nach Jammern, Klagen und Zickig sein.  Alleine das aufzuschreiben löst schon aus, dass ich es wieder löschen will und denke “wie sinnlos!” Ich lass es ja sein.

eulentasse gute WocheEs geht weiter und Morgen geht es mit Mai wieder zur Fachärztin. Wir waren noch nicht wieder da, seit wir gelesen hatten was sie an das Versorgungsamt geschickt hat und bei der Anwältin waren. Unsere Therapeutin hat mit Frau D. telefoniert. Wie das angekommen ist werden wir sehen. Gehen da nicht gerne hin, haben aber auch nicht wirklich eine gute Alternative. Gelassenheit ist gefragt, denke ich.

Mit der Lesebrille wird sich erst Anfang des Jahres realisieren. Der Optiker hat wieder gemessen. Jetzt sollen wir noch mal nachprüfen lassen bei der Augenärztin. Wir sehen bei einem Auge etwa 70%, beim anderen 80% (oder so) und heraus müsste eine etwa 90% Sehkraft beider Augen kommen, also insgesamt höher. Bei uns haben aber beide Augen zusammen eine niedrigere Sehkraft. Jetzt soll es überprüft werden und den Termin haben wir erst Ende Januar bekommen. Ich bezweifel das dort etwas Sinnvolles herauskommt, wenn es dann überhaupt so ist. Glaube eher das daran liegt, wer wie grad mit durch die Augen schaut. Naja, Aber die Brillengläser werden sehr teuer und da ist besser einmal zu viel als einmal zu wenig nachschauen zu lassen.

Mal sehen was der November uns bringt.

Die Eulentasse haben wir Donnerstag geschenkt bekommen :-) Sie ist voll süß – leider wird das Bild ihr nicht gerecht, aber ich wollte sie zeigen.

Mein Jetzt

Mein Jetzt ist nicht die Abwesenheit von Vergangenheit und nicht die Abwesenheit von Zukunft. Mein Jetzt ist nicht erfüllt von der Vergangenheit und nicht erfüllt mit der Zukunft. Mein Jetzt ist Nichts, hinter dem sich Alles verbirgt. Mein Jetzt versteckt sich vor mir und ich verstecke mich vor dem Jetzt. Es macht mir mehr Angst, als jede Vergangenheit und Zukunft es je tun können. Aber vor der Angst kann ich mich meist Verstecken und manchmal versteckt sie sich vor mir. Sie hinterlässt dabei Spuren und keine Welle kann diese wegspülen. So bleibt sie Sichtbar, bei allem was ich mache und bei allem was ich nicht mache. Mein Jetzt ist das Versteck. Ich verstecke mich vor uns, vor dir, vor mir. Ich verstecke mich jetzt. Gut getarnt – denn ich finde mich nicht. Finde uns nicht. Finde dich nicht.
Mein Jetzt verliert sich in jedem neuem Jetzt. Es zerrinnt und war nie da. Manchmal bringt jemand oder etwas sein Jetzt zu meinem und es schaut aus seinem Versteck, ist ein bisschen da, webt sich lebendig und zieht einen Faden in das nächste Jetzt. Nur durch mich ist mein Jetzt leer, weil ich es nicht erkennen kann. Ich arbeite daran. Verabschiede mich von Verstecken die das Jetzt verschleiern. Die unerreichbearen Gleichhoffnungen. Versuche mir anzuschauen, welche verstecke mein Jetzt noch hat und wo ich mich verstecke. Aber es ist schwer zu sehen was ist. Es ist schwer das zu wollen. Erscheint schwerer, als kein Jetzt zu haben. Ich brauche Hilfe dabei. Mutmachen und Hilfe beim suchen. Vielleicht noch mehr beim erkennen und aushalten. JedeR von uns hat ein eigenes Jetzt und doch kann ich in keinem Jetzt wirklich alleine alleine sein. Auch das lerne ich noch. Euch in Eurem, meinem, unserem Jetzt kennenzulernen. Wahrnehmen und weben.
Ich bin noch nicht bereit, mittendrin und weit entfernt. Bewegung bringt Bewegung. Ich halte still. Allermeist. Verstecke mich vor dem Jetzt. Vor dem in mir, neben mir, vor den anderen. Trotzdem erreicht mich mich über Fäden ein Wahrnehmen von so vielem. Jetzt. Nicht. Alleine weil ich Angst habe nicht auszuhalten. Weil ich so schon kaum aushalte und nicht weiß wie das gehen soll dieses Jetzt wahrnehmen. Und dann noch aussprechen und mitteilen – Hilfe für mein Nichtjetzt? Warum reicht es nicht von Gestern und Gleich zu reden, warum kann es nicht genügend Helfen? Warum muss es dieses beschissene Jetzt sein? Da ist doch Nichts! Ist alles gut, ich halte still!
Nur, das will ich ja nicht mehr. Ich will dem Jetzt in die Augen schauen und vielleicht sterbe ich dabei, aber vielleicht sehe ich auch neue Wege. Still halten ist kein guter Weg. Verstecken hilft nicht. Ich weiß das genau. Ich verstecke mich vor meinem Jetzt, vor unserem Jetzt. Ich weiß noch nicht, wie ich damit aufhören kann. Es ist so unfassbar, ungeheuerlich Fremd!

Samstag, 2. November 2013

im Kontakt?!?

trinchen ist da für uns

Sie schaute uns an, Donnerstag Abend und sagte genau das zu uns – voll lieb :o) Dachte wir knipsen das mal und machen viel Glitzertropfenbunt drumherum. Und ganz in Echt – sie ist noch nie weggelaufen vor uns! ;o)

Heute (Freitag) hatten wir eine Vertretungsassistenz mit der wir Einkaufen waren. Irgendwas zwischen ein und eineinhalb Stunden dauerte das. Sie war nett. Hat viel geredet und gelacht. Bemüht, Fröhlichkeit und “alles ist gut” zu vermitteln und zu erleben. Es war ok, für einen Einkauf. Was mich wundert, obwohl es bei vielen so ist die “Betreuen”, das sie so viel über sich Privat erzählen, aber keine einzige Frage privater Natur an uns stellen. Ich merke mir eher nicht Einzelheiten, aber weiß eigentlich von ihren erwachsenen Kindern, ihrer Mutter, ihren Mann – Beruf und Abwasch-/Kochvorlieben, Internetnutzung, Pflanzen, fast genau wo ein Klient seit 30 Jahren oder so wohnt – ich weiß (oder denke es mir) das sie ein Problem damit hat alt zu werden und ziehmlich stolz ist, das sie noch so jung wirkt und mithalten kann und weiß das sie aus einer Stadt kommt, die in der Nähe der stadt ist wo wir aufgewachsen sind. Es ist ziemlich klar, wäre sie öfter hier, das wir wesentlich mehr von ihr erfahren würden. Und wir haben sie nicht ausgefragt oder (bewusst) zum Reden gebracht – gefühlt waren wir eher verwirrt und versuchten zu folgen. Naja, aber lächelnd und denkend daran, das es um den Einkauf geht. Ich stelle mir vor, das es vielleicht ein Schutz ist so viel zu reden, zu lachen, weil sie ja auch nicht wusste was wirklich auf sie zu kommt, wie wir sind. So war ja auch kein Raum für negatives – selbst wenn wir es gewollt hätten. Vielleicht ist es eine Strategie? Wenn ich als Assistentin / Betreuerin zum ertsen mal zu jemanden gehe – wie kommt es das so viele gleich soviel von sich erzählen?

Es ist ja kein privates Blinddate oder so was. Bei uns /mir löst das inneren Alarm aus. Andererseits funktionieren wir und sind freundliche Gesellschaft. Über die vielen Jahren im Hilfesystem sind wir da aber vielleicht auch empfindlich geworden. Zu oft hat sich herausgestellt wie ungut dieses Vermischen ist. Die Beziehung ist ungleich und keine Freundschaft. Selbst wenn wir es anders haben möchten – endet die Arbeitsbeziehung, endet in der Regel auch der Kontakt. Wenn vorher eine Vermischung ist, dann macht es den Abschied / Bruch schwerer, weil mehr Beziehung da war. Zudem vermischt sich sowieso zuviel, und für uns ist nichts schwerer, als bei uns anzukommen, Sein lernen – ohne im Blick haben zu müssen wie es dem Gegenüber geht. Wieder ein Thema für ein Buch.
Heute hat das nicht so geklappt, wie wir es gewohnt sind. Beim Einkaufen waren wir mehrmals überfordert von ihr, dem Konzentrieren auf das Einkauf und den Menschen die noch zusätzlich da waren. Aber ich denke, das es nur für uns merkbar war. Als sie ging, bot sie sich an gerne wieder zu kommen, wenn Vertretung gebraucht wird. Ja, wenn Vertretung dringend gebraucht wird, wäre es ok. Ich muss grad an unsere Mutter denken, sie hat ihren Kunden gegenüber immer zuviel über ihr Privatleben geredet, auch wenn wir dabei waren und es uns peinlich war. Aber sie war bei anderen beliebt.

Als die Frau weg war, kam es uns vor als wäre sowas wie eine Wirbelwind da gewesen. Wir waren total erschöpft und haben mehr als 5 Stunden geschlafen (die Nacht war aber auch kurz).

Eine andere Seite ist, dass es auch etwas Angst macht, weil es so anstrengend war – ich mich nicht so funktionstüchtig fühle und Angst hab, das es mir ganz verloren geht. Das bezieht sich jetzt auf das normale Zusammensein mit anderen Menschen. Das Leben eines normalen Alltags. Früher war es so das wir gut in Kontakt kamen. So wenige Kontakte wie die letzten Jahre hatten wir noch nie. Ich weiß ja, das wir nicht so normal sind und das schwierigste war immer und vermehrt, das wir es kaum schaffen, von uns aus in Kontakt zu gehen. Wenn von außen was kommt können wir in der Regel gut und gerne reagieren – aber agieren war nie so unsere Stärke und immer ein Kraftaufwand. Inzwischen glaub ich das auch reagieren nicht mehr so gut gehen wird. Mir fällt auf wie unsicher wir sind. Vielleicht ist es der Fortschritt, dass es mir auffällt, dann hoffe ich, dass wir auch wieder sicherer werden können….

In der realen Welt ist es ja klar, das wir keine neuen Kontakte aufbauen können, wenn wir in der Wohnung festsitzen. Aber auch im Internet beuen wir keine wirklichen Kontakte auf, selbst wenn wir da fast den ganzen Tag zu finden sind. Wir sehen das oft, wie bei anderen über den Kontakt im Internet auch Freundschaften entstehen. Wir haben dieses so nie geschafft. Viele sind uns auf einer Ebene vertraut – wir lesen sie schon lange unn hier und da wird miteinander geschrieben / kommentiert. Manche sind uns sehr ans Herz gewachsen und wir machen uns Gedanken, wenn wir mitkriegen wie es jemanden geht. Aber wirkliche Gespräche, verbindliches miteinander – ich glaube das meiden wir. Vielleicht ist das auch, weil es meist jüngere Frauen sind, die sich da gegenseitig kennenlernen und ihnen diese Form des Kennenlernens im Internet vertrauter ist? Eigentlich weiß ich das es an uns liegt. Ich hab uns immer für sehr gesellig gehalten, gerne mit anderen Menschen zusammen sein, lachen und gute Gespräche. Aber eigentlich weiß ich nicht wie wir sind. Was wir mögen. Hmm – ich muss grad aufpassen mich nicht in dieses “wir sind nicht geeignet für dieses Leben” hineinzuschreiben. Besser ich unterbreche grad mal diese Gedanken und das Schreiben hier.

Wir wünschen allen ein schönes Wochenende mit vielen guten Momenten!

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Willkürlich verwirrt

Wir haben eine Email von unserer Therapeutin bekommen. Sie war fleißig für uns und hat für den Schwerbehinderten Ausweiß was geschrieben. Wir sind total Dankbar und haben ein schlechtes Gewissen. Ich glaube vor den Herbstferien (wie lang das her ist kann ich grad nicht fassen) hatten wir mit ihr ein Therapietelefonat und es war gut. Sie hatte dann eine Woche urlaub und wir wollten eigentlich überlegen, ob wir doch mehr Therapie noch machen vor dem Ende. Ich weiß, dass wir das wollten und kriege es nicht hin mich zu melden. Durch die Mail ist es grad ein bisschen greifbarer wieder, aber wissen was wir wollen ist nicht da. Ich schaff den Anschluss nicht. Und obwohl ich weiß, das es bald keinen Sinn mehr macht, weil ist ja bald Dezember, können wir es dennoch nicht halten und greifen. Das ist grad bei vielem so. Zeiten vergehen und es gibt kaum ein Gefühl dazu, weniger als wie es schon war. Es ist irgendwie so Willkürlich.

Ich höre immer mal wieder das Denken von Innen “ich geh (vielleicht) tot” oder “ich will aber nur ein bisschen tot gehen” – das ist mir vertraut, aber zur Zeit ist das öfter am Tag da und ich würde gerne wissen was es bedeutet. Es klingt, als wenn es von jemanden jüngeren Alters kommt. Immer dieses “geh tot” – fühlt sich nicht so nach Suizidal an sondern eher nach einer Befürchtung oder Erwartung. Ich glaube zur Zeit ist das öfter da als sonst. Ich hoffe das Innen jemand ist der/die beruhigen kann. Obwohl ich das hier schreibe, denke ich dennoch, dass ich spinne, mir das Einbilde, was wiederum auslöst “nicht schon wieder diese Schiene…..” – Ich denke ja selber das ich langsam darüber hinaus sein sollte, dass Viele sein anzuzweifeln, aber die Zweifel tauchen immer mal wieder auf. Vielleicht sind es ja auch nicht meine Zweifel? Ob andere Viele – Menschen immer genau wissen, was ihre Gedanken / Gefühle / Wissen ist oder was zu anderen Inneren gehört? Mich verwirrt das oft. Manchmal weiß ich genau das etwas nicht zu mir ghört, bei vielem wo ich dachte es ist meines stellte ich aber auch schon fest, das es nicht so war. Sehr verwirrend und meist etwas was ich hin nehme.

Morgen – also eigentlich Heute – kochen wir mit Mieke. Lecker wird es bestimmt! Essen ist auch grad so ne Sache… hat schon besser geklappt.

Habt einen schönen Donnerstag!

(fällt es euch auch oft so schwer einen Titel für das Post zu finden?)

Montag, 28. Oktober 2013

Neue Woche

sehend

Wieder ist eine Woche zuende. Dazu ist auch der Oktober fast vorbei. Ich komme nicht hinterher. Irgendwie verliert sich alles was nicht in der Nähe von Jetzt ist. Und das mit dem Jetzt – da wollte ich auch noch schreiben, aber jetzt geht es grad nicht. Stehen unter Druck, aber weiß nicht so was genau los ist. Nehmen schon immer zwischendurch Notfall – Globulini (Bachblüten, für uns besser als die Tropfen, da der Alkoholgeschmack wegfällt).

Ergotherapie
Am Freitag haben wir der Ergotherapeutin unseren Blogeintrag gezeigt. Sie hat gelesen und wir haben geredet miteinander. Es ist nicht so einfach und war für beide anstrengend. In manchem redeten wir nicht die selbe Sprache und anderes macht unwissen schwer. Der schwierigste Punkt ist tatsächlich das Viele sein und das sich vorstellen wie das ist und welche Ziele da sind. (Eben nicht das Ziel, das ich mein Leben lebe und alle in mir integriert sind) Naja es gab einige Punkte die noch nicht die Richtigen Fragen und Antworten gefunden haben. Es ist sozusagen alles offen. Ich weiß nicht ob sie sich darauf einlassen kann/will. Das werden wir sehen. Weiter geht es jetzt eh erst im Januar.

Diese Woche wird etwas anders. Montag ist Mai da und dann haben Urs und Mai den Rest der Woche Urlaub. Bin das gar nicht mehr gewohnt… Am Freitag gehen wir mit einer “neuen” Assistenz Einkaufen.  Mal sehen wie das geht. Ein bisschen ist es, als wenn wir uns auf “Warteschleife” stellen, aber Zeit vergeht ja. Naja – mag da jetzt gar nicht so hindenken.

Wir wünschen allen eine schöne und gute Woche!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

vom Zahngrusel zum Regenjetzt

Heute hatten wir einen  wieder einen Besuch bei der Zahnfrau, aber sie war diesesmal nicht dabei. Dachten auch es wird ja nur schnell der Kiefer ausgemessen. Naja ob es schnell gng weiß ich gar nicht wirklich. Jedoch hat man so ein Eisengestell um den Kopf gebaut bekommen, fixiert in den Ohren an Stirn und Mund. Irgendwie so. Daran wurde herumgeschraubt und gewackelt und so weiter und die Geräusche übertrugen sich in unseren Kopf. Dazu hörten wir kaum was im Außen war. Naja, das hat wohl Innen was ausgelöst und es ging schwierig Innen und ich versuchte nur weiter zu Atmen und zu denken das wir in der Praxis sind und nichts schlimmes passiert. Es half in sofern, dass wir nicht abgebrochen haben. Merke: Nicht hören können und Ohren zu oder laute metallische Geräusche im Kopf lösen stress aus.

Danach wollten wir nur noch nach Hause und das schnell. Wir fuhren mit Mai los und das Wetter war wunderbar. Leicht stürmisch und beeindruckende Wolkenbilder. Wie schon oft sagten wir, das wir jetzt gerne am Deich stehen würden. Diesesmal sagte Mai, ja ok, dann fahren wir hin. Unfassbar. Wir kamen an und die Enttäuschung war doch spürbar. Ein kleiner Fluss und ein Minideich. Naja… Wir stiegen aus und es regnete in strömen. Wir gingen auf den Minideich und uns entgegen kamen flüchtende Menschen mit Hunden, die versuchten nicht zu Nass zu werden. Der Regen war wundergut! Mai und wir wurden sowas von Nass und es war sooo schön :o) Wir standen da und ließen uns den Regen ins Gesicht fallen und wir waren einfach da und eins mit dem Jetzt. Ich erinnere nicht wann dieses das letzte Mal so war. Pitschnaß fuhren wir wieder nach Hause – wir hatten keine Regenkleidung an und alles landete erstmal in der Waschmaschine. Das erleben bei der Zahnärztin war nicht mehr so wichtig und spürbar. Auch jetzt noch nicht. Das war Cool! Und ein ganz totales Jetzterlebnis. Innen wird es immer wieder in vielen Worten wiedererzählt ;o)

Ein Jetzt war.

Herbstbunt tanzen stürmisch die Blätter
Gigantisch sanft malen sich Wolkenbilder.
Sehnsuchtstiftend nach Deich und Meer.
Erreichbar Deichlein und kleiner Fluss.
Wolkenbrüche lassen Mensch und Tier fliehen
langsam gehen wir ihnen entgegen.
Wunderregen berührt uns kraftvoll
Leben durchströmt das Sein
Da Sein vollkommen im Jetzt
Tropfend staunen.
Danke.

regen Collage okt13

Montag, 21. Oktober 2013

Abschied von alten Hoffnungen

kopf

Samstag war wieder ein Migränetag. Zur Zeit gibt es diese leider häufiger, immer an Tagen, wo “nichts ist” und sowas wie Ruhe und anderes sein könnte, wobei an anderen Tagen ja auch nicht viel ist – extrem wenig, gemesen an dem, was die meisten Menschen an einem Tag alles tun.

Es ist schwer zur Zeit Themen, erlebtes, gefühltes und gedachtes festzuhalten. Es passiert und ist vorbei und das nächste passiert…. dazwischen ist es schwer greifbar.

Ein Thema was immer wieder, in verschiedenen Variationen da ist, hat mit den Worten, die wir im letzten Eintrag geschrieben haben, zu tun.
Es ist ein Abschied nehmen. Schwer in Worte zu fassen. Wir hatten immer (mal mehr, mal weniger) Hoffnung, dass unser Leben mal sowas wie gut wird – in vielen Bereichen. Das hat sich verändert. Ich weiß nicht, ob es ein Annehmen im Positiven ist, nein davon sind wir entfernt. Jedoch das es so wie wir hofften nicht sein wird, dass ist so. Die Lebensqualität, dass Leben in allen Bereichen, das hat sich in all den Jahren nicht verbessert. Verändert ja, aber nicht verbessert.

Wir leben völlig das Gegenteil von dem, was wir uns vorgestellt haben und lange glaubten noch zu erreichen. Wir haben keine ersehnte Familie gegründet. Wir haben keinen Beruf. Wir leben nicht voller Freude. Wir haben uns auf keiner Ebene entfaltet, im Sinne von irgendwas Erfüllendes. Vieles ist ferner denn je. Wir hatten immer die Hoffnung, wenn dieses oder jenes passiert, dann…. Diese Therapie oder jene, diese Hilfe oder jene, hier und da hingucken – immer gab es was, wo wir dachten, dass dann vielleicht vieles anders/besser/gut werden kann. Ich mag das nicht mehr. Ich glaub es auch nicht mehr. Ich will es auch nicht mehr glauben. Und das macht Traurig. Auf vielen Ebenen – in vielen Bereichen. Wir haben immer und immer versucht zu finden was helfen kann. Immer gab es was, das wieder Hoffnung machte. Ich mag das nicht mehr. Aus irgendeinen Grund geht es Innen nicht weiter. Mal hier und da geschieht was, aber nichts was von dauer ist. Ich will uns keinen Vorwurf machen, es wird gute Gründe haben. Ungenügend, wie ich es in Worte fasse, aber anders geht es grad nicht.

All das heißt nicht, dass wir Aufgeben. Es muss nur anders weitergehen. Im Jetzt und ohne Illusionen. Ich kann nicht hoffen, dass ich nächste Woche eine Freundin besuchen kann und dabei nicht wissen, was jetzt ist oder gleich. Ich will uns und andere nicht enttäuschen, weil wir nie das erreichen, was wir gerne getan hätten, Morgen nächste Woche oder in 10 Jahren. Heute – was ist mit Heute, mit Jetzt? Selbst das und gerade das überfordert uns doch schon enorm.

Irgendwie so entwickelt es sich in letzter Zeit. Es ist schwer loszulassen, ohne loszulassen, zu Denken ohne zu Denken und zu sein ohne zu sein.

 

 

Hab eine wundergute Woche

Samstag, 19. Oktober 2013

Traurig

Morgen wird nicht sein, was ich Gestern wünschte.
Ohne Gestern, ohne Morgen im Jetzt?
Tragbar der Moment?
So Sein.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Viele sein und als Eine gesehen werden

Wir hatten wieder Ergo. Ich will ja versuchen mich einzulassen und so waren wir recht aufgeregt und machten erst mal Ingwertee nach der Begrüßung. Für uns was wichtiges, zu wissen was jemand mag, weil es damit irgendwie eine Basis gibt. Währenddessen fragte sie wie es mir geht. Obwohl ich darauf vorbereitet sein sollte, schaffe ich es fast nie, mir vorher etwas zurecht zu legen für diese schwierige Frage, leider. Ich stammel etwas von verwirrt und viel oder so. Sie versuchte zu zentrieren und fragte noch mal wie es jetzt geht, was ich jetzt wahrnehme. Jetzt? Was will sie wirklich wissen? Wir sind aufgeregt. Gesagt und Tee hingestellt. Sie fragt nach dem Laptop und ich erzähle kurz. Sie fragt wie es jetzt ist. Weniger aufgeregt, sag ich. Sie führt aus, den Zusammenhang, zwischen wahrnehmen, benennen und ablenken, mit dem Ergebnis ein Gefühl kann sich dadurch verändern. Das war dann wohl auch die Einführung zu dem Rest der Zeit.

Wir haben mit ihr ein Schächtelchen gebastelt, wobei ich die Technik ganz spannend fand. Es soll sowas wie ein “Schatzkästchen” sein. Dann konnte da der erste Zettel rein “Ich erlaube mir zu sagen was gerade ist” – Nicht unwichtig für uns, nur nützt es ja nichts, wenn ich es mir erlaube… ich red mir eh oft den Mund fusselig, das nur nebenbei, an dieser Stelle. Sie meinte das Aufgeregt sein, klar. Dann kleines Quadrat gemacht aus Papier und Sekundenkritzelei kennengelernt. Loskritzeln und dann die entstandenen Zwischenräume ausmalen. Nicht neu, aber in dieser Kombination schon und es hat Spaß gemacht. Sie fragt wieder wie es geht und ich sagte das es Spaß macht oder sowas ähnliches, glaub ich. Nächster Zettel für die Schachtel, “Sekundenkritzellei kann irgend etwas unterbrechen”. Idee, jeden Tag eine Kritzelei und später zu einem Mosaik zusammenkleben. Gefällt mir.

Nebenher hat sie viel geredet. Erklärt mit den Gehirnhälften, die beide angesprochen werden und sowas. Wir gut, wenn man was Fühlen kann und es unterbrechen kann – im Grunde die Wirkungsweise und Sinn von Skills. Nur nimmt sie andere Worte und versucht es einfacher zu halten. Ich hab auch versucht zu sagen, dass ich ja ziemlich gut darin bin mich abzulenken und nicht einzusteigen in das Fühlen. Aber sie hatte das Beispiel “Aufgeregt sein” und wie es anders wurde. Es war so (auch wenn sich andere Aufregung schon längst breitgemacht hatte). Alles in allem wäre es ganz ok gewesen, wenn ich nur ich wäre und nicht schon soviel Vorwissen hätte.  Ganz alleine bezogen auf mich fand ich zumindest die Ideen gut und das Malen war gut. Ich alleine würde ja gerne jetzt losgehen und alles tolle machen was ein Mensch so machen kann.

Aber es gibt ein WIR. Ein Beispiel wollte sie kreiren, zu dem Thema Gehirnhälften und erst lernen (links) und wenn gekonnt dann fließen lassen (rechts). Da wir keinen Führerschein haben, wegen Mangel an Geld, was sie wohl Überrascht hat, fragte sie nach etwas anderem was ich gerne mache und was mit Bewegung zu tun hat. Mir fiel ein, dass wir gerne geschwommen sind – ich wusste da noch nicht worauf sie hinaus wollte. Sie versuchte, mich dahin zu bringen, dass ich mich erinneré wie ich Schwimmen gelernt habe. So erzählte sie was von gehalten werden, am Beckenrand Beinübungen machen, zwischen zwei Menschen die ersten Schwimmzüge hin und her machen und so weiter. Ich glaub man sah mir ein, das ich nicht in so eine Erinnerung eingetaucht war. Ich hab gedacht, ja so sollte es wohl sein, aber ich erinnere das nicht. Innen unruhe und das Wissen taucht auf, dass wir einfach ins tiefe Wasser geschmissen wurden vielleicht mit 4 oder 5 Jahren. Wegpacken, das meint sie doch nicht. Sowas stellt man sich jetzt doch nicht vor. Ich glaube ich hätte eher einsteigen sollen in das “ach ja, so war das und so schwer war es erst alles zu koordinieren und wie toll als die die ersten Schwimmzüge gelangen oder so…. Konnte ich nicht. So nutzte sie andere Worte, um zu sagen was sie sagen wollte und innen hallt das Schwimmen nach, das nicht untergehen.

Dann malte sie irgendwann wieder ihren Kreis, der mich darstellen sollte und viele Kreise, die Innen sind, sie sagte “die Anteile oder Teile oder was auch immer” und wieder was von Selbstbestimmt und Frei oder so. Ich konnte nicht wieder sagen, dass es so nicht stimmt, merkte nur ein gewirre an Reaktionen. So das ich mich auch nicht mehr so einlassen konnte und sie dann wieder eine Sekundenmalerei vorschlug. Das kann ich und war ok. Zum Ende fragte sie wie es jetzt ist. Ich sagte das viel im Kopf ist. Was sie gut fand, das ich es sage und sie schloss daraus, das sie nächstes mal langsamer macht. Ich ließ es so stehen, weil die Zeit auch um war.

In der Zeit kamen Kopfschmerzen und Halsschmerzen und ein gewirre an Gefühlen und als sie weg war stellte ich Heiserkeit fest.

Wahrscheinlich haben manche schon raus, wo die Schwierigkeit ist. Ansich ist das was sie tut und sagt ja gut und richtig.  Nur, wenn man Viele ist, dann wird es echt schwierig. Wenn sie wirklich wissen will wie es diesem Körper geht, dann ist das nicht leicht zu beantworten, wenn sie alle meinen würde. Wenn ich versuche nur auf mich zu achten, dann rächt sich das, weil die anderen damit nicht weg sind. Wenn sie nur mich anspricht, fühlen sich andere nicht so angesprochen. Wenn sie die anderen nicht als Persönlichkeiten wahrnimmt, benennt, dann macht das was mit denen/uns. Wenn sie denkt ich kann über die anderen bestimmen, frei von ihnen werden, dann macht das erst recht was mit uns. Wäre sie jemand, den wir nur kurz mal sehen und wo es nicht tiefer geht, dann wäre das alles ok und man würd sich drauf einstellen, aber sie will ja wirklich mit MIR arbeiten und das geht nicht, wenn es kein uns geben kann. Würde ich jetzt sagen, das sie uns alle ansprechen soll, dann wäre das auch nicht stimmig, weil nicht geglaubt wird, dass sie wirklich glaubt, dass es mehrere Persönlichkeiten gibt und das die die draußen ist, nicht immer die selbe ist und das jeweilige Ich auch mal für sekunden wechselt und nicht unbedingt folgen kann.
Es ist auch das 2. oder 3. mal, dass sie Beispiele aus der Kindheit nimmt und dabei wird uns einfach nur klar, das wir nichts (?) so erfahren haben wie es wohl normal ist, in jedem Fall lösen die beispiele mehr aus, als das was sie bezweckt. Ich versuche mich dann zwar auf das zu konzentrieren, was sie vermitteln will, aber Innen gehen die Gedankenschleifen los.

Es ist schade, weil es alles so anstrengend macht. Ich weiß, ich muss versuchen zu erklären. Es fällt mir schwer, weil es so viel scheint was erklärt werden will. Und ich glaube, dass ihre Vorstellung ist, das es auch nicht anders als bei anderen ist, das mit dem Viele sein. Wir haben ja im ersten Gespräch schon versucht zu erklären. Dazu ist es schwer zu erklären, wenn man grad drinsteckt, versucht es nicht zu nah zu lassen und grad versucht eine “gute Patientin” zu sein, die toll mitarbeitet und freude macht. Hmmm….

Wir hatten mit Mai abgemacht, dass wir anrufen (dürfen) danach, um zu bereden wie es war. Wir schrieben eine sms, das es ok ist und nicht telefoniert werden muss. Ganz in dem Denken, “nicht zur last fallen” und es ging ja auch schon deutlich schlimmer, sogesehen war es ok.  Ich weiß, wir dürfen trotzdem und gerade um es auch zu durchbrechen diese Sperre, sich Hilfe zu holen. Üben auch in “nicht schlimmen” Situationen. Das weiß ich jetzt grad wieder. Trotzdem sind da Abers innen…fällt uns echt schwer! Tja, hätte ich telefoniert, dann hätte ich euch das alles hier vielleicht erst erspart, oder andere Inhalte gehabt, sorry ;o)

Der Hals ist besser wieder, nur der Kopfschmerz noch nicht, aber ist auch nicht doll schlimm. Morgen werden wir mit Urs in die Stadt fahren, um eine lesebrille zu kaufen. Oder erst mal gucken, wo es am günstigsten ist, da wir keine von der “Stange” kaufen können. Muss bestimmt auch noch mal kontrolliert werden, weil beim Augenarzt waren wir … hmmm letztes Jahr? In der Zeit kann sich einiges wieder verändert haben.

Wir wünschen euch einen schönen Mittwoch!

Dienstag, 15. Oktober 2013

Dshiniabschied und Verwirrungen

Jetzt ist es wieder so spät geworden. Ich wollte schon längst geschrieben haben. Durch irgendeinen Zufall bin ich auf Dshini gelandet und habe festgestellt, dass die alles verändert haben. Unser Wunsch da ist weg und die Dshinis die wir haben sind bestimmt zu wenige, für den Wunsch hatten wir mehr gesammelt schon als umgerechnet 1,50 €. Habe jetzt ne Weile gegoogelt und denke es macht keinen Sinn da nachzufragen… und das was es da jetzt gibt, lohnt für mich den Aufwand nicht. Zumal die Werbung uns eh enorm gestresst hat. Naja, das Konzept war gut, aber jetzt find ich es blöd. Ich schlafe ne Nacht drüber und dann werde ich mich wohl abmelden dort.  Stunden waren wir da um diese Dshinis zu sammeln…. ärgerlich. Aber irgendwie auch eine Befreiung. Den Link in der Seitenleiste habe ich rausgenommen, macht ja keinen Sinn mehr und Werbung für nix will ich euch ja nicht antun.
Es gibt viel zu schreiben und doch ist es immer wieder leer… tatsächlich fühle ich mich oft verwirrt und kann vieles schlechter benennen. Oder nehme ich es wirklich nur mehr wahr? War es immer so?

Verwirrte sternenfront gelassen erschüttert
Wortsuchend in leerer Fülle
Hörend im nicht verstehen was verstanden wurde
Zweifelnd am Boden und vorwärts gehend.
Sein im nicht Sein, klar im unklaren
Nicht hoffend voller Hoffnung
weinend zerbrechend ohne Träne
schweigend reden und nicht wissen was.
Staunend ängstlich glauben was gesagt wird
hoffend gesehen zu werden ohne zeigen zu können
Zeitverloren bezugsfern brauchen ohne wissen
Abgrundtiefer Gleichmut Wellenbrecher.
Nie! Nie, oder doch
Ist ja alles gut
Ist ja nichts
und alles.

Nachtrag: Mir ist grad eingefallen, dass heute der Todestag der Mutter ist. Vielleicht war es das was wir vorhin vielleicht hätten noch sagen wollen, als Mai da war? Das Gefühl, als Mai ging würde dazu passen.

Montag, 14. Oktober 2013

Kurz Notiert: wir sind wieder da :o)

Der Laptop ist wieder da und wir wieder online ohne wirkliche technische Einschränkungen :o)
Es brauchte eine Weile, aber jetzt ist alles wichtige wieder Installiert. Ein paar Verluste müssen wir hinnehmen… ich sag nur “Backup machen – regelmäßig!” Unser letztes war im April und das war zu lange her. Leider.

Der besuch bei unserer zahnfrau war gut, denk ich. Dazu schreiben wir noch.

Danke, für Eure lieben Kommentare, obwohl wir nicht bei Euch vorbeisehen konnten. Danke für Eure Besuche! Wir schauen jetzt nach und nach bei euch vorbei – unfassbar was in nicht mal 2 Wochen alles bei Euch geschrieben steht! Muss mich wohl damit abfinden, dass ich nicht alles nachholen kann… aber jetzt sind wir wieder da :-)

Habt alle eine wundergute Woche und Sonne im Herzen!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Sammelsurium oder so

In ein paar Stunden sitzen wir bei der Zahnärztin. Es wird ein Abdruck für eine Schiene gemacht. Wir haben Angst davor, Angst das Zähne oder Teile mit herausgerissen werden, wie Oona es vor einiger Zeit in ihrem Blog geschrieben hat. Aber unsere Zahnärztin hat gezeigt das das Zeug was man in de Mund bekommt gar nicht so hart wird und flexibel bleibt über Stunden. Man muss das auch nur kurz im Mund haben. Ich will positiv denken, aber es gelingt nur mäßig. Um 8:00 Uhr holt Mai uns ab.

Eigentlich hätten wir bis heute den Laptop wiederhaben sollen. Es ist nur die Festplatte. Aber die haben nicht angerufen und als wir wieder daran gedacht haben, war es leider zu spät. Die haben auch nur immer an 14:30 Uhr geöffnet. Hoffe wir denken morgen daran und das wir ihn morgen auch wieder bekommen. Dann geht die Installiererei wieder los. Wie schön, wenn das fertig ist! Dieser jetzt macht manchmal was gut mit und dann geht plötzlich nichts mehr. Mal kann man Mails angucken, mal dauert das öffnen ne halbe Stunde. Oder man muss von vorne Anfangen. Wenn das mit dem OEG mal klappt bekommt sie von uns einen neuen Laptop geschenkt.... mich macht dieser öfters Wahnsinnig... Und ich mache nicht mal ein Drittel damit wie sonst.
Die Zeit vergeht trotzdem, aber mit einem noch stärkerem Gefühl der Isoliertheit und Unproduktivität. Dennoch sind wir sehr froh, nicht ganz ohne Laptop dazustehen.

Mai hat uns am Montag gesagt, dass sie und Urs sehr mitkriegen, wie schwer es uns zur Zeit fällt Entscheidungen zu treffen. Wir kämpfen dann sehr mit uns. Mai und Urs sind da dann wohl oft in Versuchung uns die Entscheidung abzunehmen, naja - sie tun es nicht, weil wir ja selber entscheiden wollen und müssen. Aber sie unterstützen sehr und helfen bei dem hin und her und wiederholen die Möglichkeiten und so weiter und so fort. Bei dem Nachfragen und fragen und fragen und sagen und sagen und sagen schwirrt uns der Kopf, aber es ist ein Weg grad einigermaßen zentriert zu sein, auch wenn es anstrengend ist. Anstrengend motiviert zu bleiben und nicht alle zum Mond zu schießen und nichts mehr zu machen.

Das es so schwer ist mit dem Entscheiden, ist mir nicht bewusst gewesen, bis Mai das sagte. Es ist nicht nur das Entscheiden, was schwerer geworden ist. Wir versuchen eher herauszufinden, was unser Gegenüber meint, mag, will und dem zu entsprechen wieder, als herauszufinden was wir wollen. Mai und Urs versuchen zu helfen, das wir bei uns ankommen, irgendwie so. Ich weiß, das es gut ist und gewollt wird, aber es ist schwer. Wir sind auch sonst viel unsicherer. Heute beim Kochen ist mir das sehr aufgefallen. Mieke war dabei und obwohl wir eigentlich können was wir wollten, waren wir so verunsichert, das Schweißausbrüche kamen und ich merkte das die Tränen ganz nah öfter waren und das Gefühl, alles falsch zu machen. Es brauchte noch eine Weile, bis ich wieder so ganz da war. Ich konnte adäquat reagieren, aber fühlte das alles sehr doll und war eben ganz unsicher. Dabei war Mieke ganz lieb und es bestand absolut kein realer Grund in der Situation.

Das Zeitgefühl ist total durcheinander. Ist ja nicht neu, aber schon stärker, weil zu dem September ist kein Gefühl und jetzt ist es Oktober - hmm - irgendwie bin ich noch im August. Dabei ist es Kalt und es wird früh Dunkel. Ich kriege da keinen Bezug zu hin. Wurde mir jemand klar machen das Februar ist würd ich es auch glauben. Es ist einfach das Gefühl dafür noch weniger ein Gefühl zu haben. Irgendwie so.

Wir haben in der Nacht mit der Ahnentafel (ein oder zwei Blogeinträge vorher) auch festgestellt das unsere Oma letztes Jahr gestorben ist. Zumindest denken wir, dass sie es war. Eine Todesanzeige haben wir gefunden. und manches daran passt auf das, was wir wissen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß. Ich weiß das wir früher oft in den Ferien bei ihr und dem Opa (Vaters Seite) waren - glaub etwa bis 14 oder 16?. Irgendwie hat es was ganz irreales. Ich weiß nicht ob wir traurig sind? Wir hatten oft überlegt, eines Tages mit Mieke noch mal zu ihr zu fahren. Aber es kam nicht soweit und jetzt ist auch das vorbei. Wahrscheinlich wäre es auch nicht gut gewesen. vor 22 Jahren oder länger, wollte sie aktiv nichts hören. Und der Opa sagte das wir besser gestorben wären (nach einem Suizidversuch), weil mit so was wie uns hätte man sein Leben lang Stress. Naja - sowas vergessen wir leicht, wenn wir möchten das wir zur Familie gehören. Dennoch... ich glaub da ist sowas wie Traurigkeit.

Die Nächte sind auch wieder oft sehr lang. Nicht selten wird es 4 bis 5 Uhr oder später. Heute wohl auch wieder. Vielleicht können wir noch 2 Stunden oder so schlafen? Morgen späten Nachmittag haben wir Therapie (am Telephon) - auch das liegt gefühlt schon Monate weit weg.

Ich würde gerne wissen was Innen durcheinander gekommen ist.

Montag, 7. Oktober 2013

Alles stimmt und nichts

Mit der Ergo werd ich weiter probieren. Vielleicht kann es gut werden. Vielleicht ist Angst nicht angemessen? Ich werde sehen.

Mache zwar weniger mit dem geliehenen Laptop, leider hat das nicht zur Folge das dafür in anderen Bereichen vielleicht mehr geht. Es fehlt mir, meine Programme zu haben, meine Tools. Parallel machen zu können, mal hier mal da und immer so wie es grad geht. Jetzt muss mehr - wenn was geht - der Reihe nach gemacht werden und bestimmtes dauert manchmal so lang, dass man fast den Bezug verliert zu dem was man machen wollte. Es ist einfach ein ganz anderes Sein und ich bin froh, wenn wieder mehr geht! Ich hoffe morgen mehr zu erfahren.

In der letzten Nacht kamen wir über eine Werbung auf die Idee nach dem Mädchennamen der Mutter zu googeln. Über die Familie Mütterlicherseits weiß ich kaum was. Tja, tatsächlich war fast ganz oben in der Suche eine Seite, wo jemand eine Ahnentafel erstellt hat und dieser ist wohl tatsächlich ein Großcousin. Die Ahnentafel enthält viele Namen und Daten der Toten Familienmitglieder. So viele. Sogar meine Mutter hat dort einen Platz gefunden. Wohl durch ihre Schwester, die den Kontakt zur Familie hat und meine Patentante ist. Der  Mann, der die Ahnentafel macht hat auch einen anderen Blog und da gab es ein paar Bilder - übrigens auch auf der Ahnentafel. Auch ein Konfirmationsbild der Mutter und ihrer Mutter.
So viel Familie haben wir eigentlich. Auf beiden Seiten sind es wirklich viele. Der Wunsch dazu zu gehören ist natürlich sehr groß, aber mir ist klar das es so nicht gehen wird. Das Thema (sexuelle) Gewalt ist etwas, womit niemand was zu tun haben will und noch weniger mit den Folgen. Mit Schweigen und Funktionieren hätten wir eine große Familie und viel Hilfe und Kontakt, da bin ich sicher.

Zur Zeit kann ich mich gar nicht einschätzen. Es läuft mehr oder weniger was laufen muss. Aber einen Bezug hab ich nicht oder kann ihn nicht halten. In Wellen ist es schwierig bis sehr schwierig. Aber auch da ist nicht so der Bezug. Ich versuche irgendwie den Bezug nicht ganz zu verlieren und hoffe dieses Ganze, wie es seit Wochen sich entwickelt, macht irgendwann einen guten Sinn. Sehen oder Wahrnehmen kann ich es nicht, aber ich versuche so was wie daran Glauben. Ich hoffe auch, das "irgendwann" nicht so weit weg ist.

Es ist schwer zu beschreiben was ist. Auf einer Ebene kann im Kontakt sogar alles ok und gut sein. Alles stimmt und nichts. So ist es.

Wir wünschen allen eine wundergute Woche!