Sonntag, 28. April 2013

nochmal zum OEG und Glaubwürdigkeitsgutachten

Nochmal bezogen auf das OEG – Verfahren…. tischkantebeiss Ich konnte vorhin richtig Wut empfinden! Dieses Gutachten sagt eigentlich, hole Dir keine therapeutische Hilfe, sprich nicht mit irgendjemanden über das was Dir oder anderen passiert ist und informiere dich nicht durch Bücher oder ähnliches – schweige und wenn du daran nicht stirbst, dann können wir dir Glauben! Das sind wirklich Täterstrukturen! Mir ist das ja schon länger klar, aber die Wut wenigstens etwas zu fühlen ist für mich neu! Auch dieses “wir erzählen nicht erlebnisbezogen” Was glauben die denn wie man Überlebt hat? Natürlich hat man mal mindestens die Gefühle weggespaltet! Unsere Anwältin sagte auch, das sie eigentlich ihren Klientinnen empfehlen müsste, sich eine möglichst “harmlose” Geschichte auszudenken und darauf zu bestehen das man sich an jedes Detail erinnert, weil man dann größere Chancen hat schnell nach dem OEG anerkannt zu werden, als wenn man die Wahrheit sagt und einfach extrem schlimmes erlebt hat. Das ist doch Traurig! Unvorstellbar, das es in einem Rechtsstaat so ist, das nach wie vor den Tätern in die Hände gespielt wird! Fuck! Die können mich mal! Wir machen weiter und wenn wir irgendwann die Kraft haben, dann gehen wir mit dem ganzen Scheiß an die Öffentlichkeit!

dino-t-rex

OEG und Therapie

In dieser Woche haben wir mal wieder etwas vom Gericht gehört. Das Gericht hat wieder ein Glaubwürdigkeitsgutachten eingefordert für die Erinnerungen, die wir letztes Jahr dem Gericht mitgeteilt haben.  Es bestellte die selbe Gutachterin, die uns vor 8 oder 9 Jahren begutachtet hat. Sie hat nach Aktenlage begutachtet und herausgekommen ist, das, was nicht anders zu erwarten war, sie bezweifelt wieder unsere Glaubwürdigkeit. Sie schreibt in etwa, dass die Erinnerungen auch induziert sein können, beeinflusst von der stationären und ambulanten Therapie und von Büchern die wahrscheinlich gelesen wurden… bla bla…. Es ist frustrierend. Das Gericht fragte nun an, ob wir das Verfahren einstellen wollen. Nein, wollen wir nicht! Nach bald 10 Jahren wollen wir nicht mehr aufgeben – das alles hätte ja gar keinen Sinn gehabt dann und die Energie, die es brauchte würde verpuffen ohne irgendwas zu bewirken. Also nein, das geht nicht, wir machen weiter so lange wir Leben und das sind wohl noch so einige Jahre – sollen die doch Urteilen und sich auseinandersetzen wenigstens – aufgeben tun wir nicht! Unsere Anwältin unterstützt uns da gut und klang auch so, als wenn sie das auf jeden Fall weiter machen will! Sie schreibt jetzt dem Gericht und schlägt wieder ein Psychiatrisches Gutachten vor, dieses war ja eigentlich auch mal angedacht vom Gericht, aber nicht weiterverfolgt worden. Wir können jetzt wieder nur warten.

Opferentschädigungsgesetz heißt es – ein OpferBEschädigungsgesetz ist es!

Was die Therapie angeht ist es jetzt so, dass es jetzt sicher ist, dass unsere Therapeutin zum Ende des Jahres aufhört. Unsere Therapie endet zum Juli und danach kann unsere Therapeutin noch bis Ende des Jahres als Ärztin uns begleiten. Das ist jetzt gut das es klar ist. Sie sagte das wir dann wohl schon nach einem Jahr (also Juli 2014) wieder eine Therapie beantragen können.
Jetzt müssen wir eine neue Therapeutin suchen, weil die Wartezeiten auch sehr lang sein können. Es ist klar das es so sein muss, aber es fällt uns schwer es jetzt wirklich anzugehen. Wieder bei jemanden neu anzufangen. Es nützt nichts, wir brauchen die Hilfe und wenn wir weiter wollen geht es nur mit guter Traumatherapie.

Das mit dem Abschied nehmen ist noch schwieriger. Da kann ich gar nicht wirklich hindenken. Irgendwie laufen die Dinge grad alle sehr getrennt, als hätten die Ebenen nichts miteinander zu tun. Haben sie aber.

Heute haben wir den Tag verschlafen und wieder mit Migräne zu tun gehabt – Nachts ist es dann wieder gut und ich mag gar nicht richtig schlafen gehen. Tun wir aber jetzt!

blume40Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag!blume40

Montag, 22. April 2013

Mehr Wahrnehmen – ver(w)irrend

Mehr Wahrnehmen – ver(w)irrend.
Heißt es doch auch
weniger mitkriegen – zusammenhanglos.
Heißt es doch auch
verletzlicher zu sein – fühlen.
Heißt es doch auch
Unsicherheit immer mehr – zweifeln.
Mehr Wahrnehmen – ver(w)irrend.

Seifenblasen 1
Zum letzten Blogeintrag haben sich
Cecile Rosenblatt, mariesophie und Elke und ihre Bigfamily
in ihren eigenen Blogs noch Gedanken gemacht!
Herzlichen Dank!
Schaut doch mal dort vorbei (Die Namen sind mit ihren Beiträgen verlinkt)!
Wir wünschen allen eine gute Woche!!

Samstag, 20. April 2013

Mögt ihr mir helfen…

… und mir Erzählen was für Euch in Eurem Leben Magie hat/ist?
Heute im Gespräch mit Mai kamen wir irgendwie auf Magie zu sprechen. Magie beschreibt für uns nicht das, was man z.B. bei Wikipedia (Link kann Triggern) nachlesen kann – ich weiß aber kein anderes Wort, was gefühlt für uns besser passt, darum bleibe ich dabei.
Ich versuche mal eine Liste zu machen, aus der bestenfalls hervorgehen soll was ich mit Magie meine:
  • wenn ich sehe wie aus einem verhärteten Gesicht, das Weinen sich einen Weg bahnt und dieser Moment, wenn das Gesicht ganz klar und entspannt, weich leuchtet.
  • Manchmal kann eine Lächeln wie eine gute Berührung sein. Oder ein Lachen eine warme Begegnung.
  • oder wenn jemand mir einen Gegenstand gibt und ihn spielerisch mit den Händen “auflädt”, damit die hoffnungsvolle Energie einem Begleiten kann.
  • Eine Seite in einem Buch, wo etwas steht, was etwas gutes Bewirkt.
  • Das besondere Eis, für das man ans andere Ende der Stadt fährt.
  • Eine Schatzkiste, wo ganz besondere Dinge ihren Platz finden.
  • Die Momente wo man malt und so mit den Farben und dem Papier verbunden ist, das man alles um sich vergisst.
  • ….
Mandala 2Ich merke irgendwie, dass mir die Worte fehlen… Im Kontakt mit anderen Menschen erleben wir manchmal diese Magie. Aber alleine und so aus uns heraus, da fehlt sie. Da bekommt sowas eine Decke aus Scham oder ein “Quatsch, das ist nicht wichtig” – es wird im Keim erstickt. Wir haben das nicht gelernt und wissen doch irgendwie was es ist, aber können es nicht richtig benennen. Es ist wie eine unstillbare Sehnsucht, die in Leere ertrinkt.
Wir wollen das irgendwie ändern. Jetzt ist es grad schwer weiter zu schreiben – Scham, Verwirrtheit – eigentlich wollte ich Euch Fragen, was macht ihr für euch, was hat für euch diese Magie? Was erfreut/tröstet das/ein Kind in euch? Besonders dann, wenn ihr mit euch alleine seid.
Ich möchte schauen, ob uns was inspirieren könnte – ausprobieren… – überhaupt erfahren was alles sein könnte vielleicht…
Vielleicht steigt ihr da durch grad und mögt was schreiben dazu, im Kommentar, oder bei euch im Blog? Ich habe keine Vorstellung . Ihr?
Entschuldigt, wenn es zu wirr ist – vielleicht müssen wir auch ein anderes mal darüber noch mal schreiben.

Freitag, 19. April 2013

Teamarbeit!?!?

Wir haben es geschafft! Die Zyste ist weg. Wir sind ein bisschen stolz, dass wir das so gut gemeistert haben! Manche Innen wundern sich noch und es fühlt sich an, als würden manche das erst nach und nach erfahren, dass der Termin vorbei ist. winke 3 Ich glaube, das alles was vorher war, sehr wichtig war für uns! Das wir mit verschiedenen Menschen reden konnten immer wieder und immer wieder dazu was gesagt und gehört werden konnte. Hier schreiben und Eure freundlichen Kommentare. Unsere Therapeutin und ihre Worte. Mai, die half soviel wie möglich vorher abzuklären und immer wieder Entscheidungsfreiraum gab. Mieke, die irgendwie am meisten und immer wieder Mut machte und zu hörte. So Geduldig alle und auch wenn die Ängste sehr da waren, wurde die Entscheidung uns nicht abgenommen, auch wenn es teils gehofft wurde, dass endlich jemand sagt: “Warum macht ihr denn das? Lasst das sein! “ Wir gehören zu denen, die vorher und währenddessen viel wissen müssen, über das was dort geschieht. Wie weh etwa was tut, wie der Ablauf ist usw. das gibt uns Sicherheit. Wir waren ziemlich gut vorbereitet wie ich finde!
Ich glaube, das wirklich sehr ängstliche Innere nicht dabei waren. Jedenfalls war die Angst der letzten Tage nicht nah. Die mini OP war ok. Am schlimmsten war eine der Schwestern, die es besonders Nett meinte. Sie wollte erst nicht das wir uns genau umsehen, dann sollten wir uns immer schon hinlegen, obwohl noch ein warten war. Dieser Stuhl – wo man alles einzeln per Fernbedienung einstellen kann und sie aber nicht wusste wie das funktionierte und somit mal hier und da sich plötzlich der Stuhl bewegte… Sätze, die sie sagte, wie “Ist nicht schlimm!” und “Dann will ich sie mal flach legen” – letzter Satz ist immer noch ein unangenehmes Echo alter Vertrautheit im Innen. Ihre Hand, die so schwer auf der Schulter lag und sich immer wieder streichelnd bewegte… – diese Dinge waren viel schwerer auszuhalten, als die OP selber. Zum Glück war Mai mit und Blickkontakt und Stimme führten irgendwie durch die Zeit ins Heute immer wieder. In der Zeit, wo dann das Tuch das Gesicht abgedeckt hat, hat Mai immer wieder gesagt was grad gemacht wurde und das half sehr!
Für das Nächste mal werden wir wissen, dass anfassen ohne ein “nötig” in solchen Situationen nicht gut ist. Die Körperseite wo die Schwester stand fühlte sich auch ganz anders an hinterher. Trotzdem, war es gut! Es ist vorbei! :o)
Danach waren wir mit Mai noch ein Eis holen/essen mit Smarties :o) Irgendwann Nachmittags ging dann wieder nichts mehr und wir haben fast 3 Stunden geschlafen – so gut geschlafen wie schon sehr lange nicht! Darum bin ich jetzt auch leider noch ziemlich wach, aber wird schon… Morgenfrüh um 8 Uhr ist schon der Nachsorgetermin…. seeeehr Früh! Dann werden wir wohl nicht so wach sein wie jetzt grad^^
Darum versuche ich jetzt auch trotzdem irgendwie noch in den Zustand zu kommen, das wir Schlafen gehen können.
Wir hoffe ihr habt eine erholsame Nacht und einen guten Tag!

Montag, 15. April 2013

Tschüss Z*yste!??

Das ist unsere Z*yste am Auge, blödes Ding und leider hat es Ambitionen zu wachsenaugenzyste. Nicht Gefährlich, aber doch sehr störend, zumal wir durch die Neurodermitis Hundertmillionenmal am Tag die Augen reiben und die halt ständig mit reizen. Jetzt ist Donnerstag die Augen OP. Schnipp Schnapp – Zyste weg. Habe gerade gelesen, das sie meist gar nicht so groß werden, weil die meisten Menschen sie vorher schon weg machen lassen… ist aber gar nicht so leicht sich dazu zu entscheiden, dass da jemand am Auge herum schneidet… Wir haben es immer noch nicht wirklich entschieden und doch entschieden, weil Termin steht jetzt fest. Heute gab es noch die Frage, ob mit oder ohne Narkose. Hab jetzt gesagt ohne Narkose, weil irgendwie nicht das Vertrauen da ist und wir ja eigentlich immer besser alles mitkriegen müssen. Dann sind wir ziemlich viel Mensch und die Vorstellung, das die uns dann mit 20 Mann vom Op-Tisch in den Aufwachraum hieven^^ dass ist nicht wirklich beruhigend und macht uns viel Scham. Jetzt eben nur mit örtlicher Betäubung. Da wurde uns dann heute noch erzählt, dass die Spritze ins Augenlid ziemlich sehr sehr weh tun soll. Dann findest das alles im liegen statt (also wir, nicht das OP-Team^^) und man bekommt das Gesicht abgedeckt. Wunderbare Voraussetzungen für ordentlich Angst und …… hab ich schon Angst erwähnt?
Warum machen wir das überhaupt??????? Es nervt und sieht scheiße aus, aber es ist nicht gefährlich und könnte anscheinend auch noch ein paar Jahre so vor sich hin wachsen… hat ja bisher auch funktioniert so. Ich weiß nicht warum wir es durchziehen. Ich glaub auch ehrlich gesagt noch nicht dran, das es geschehen wird. Oder doch? In jedem Fall sind wir danach eine Erfahrung reicher und wissen dann fürs nächste mal besser, ob Narkose oder nicht…. wir haben ja noch so ein kleines Biest am Auge, aber das ist eben wirklich klein und würde erst operiert werden, wenn es größer ist.
Wegen dem ist heute der Betreuungstermin ausgefallen, gehen wir Mittwoch statt Freitag einkaufen und die Therapie fällt aus. Ziemlich Blöd. Aber dafür sind wir beim Termin auch nicht alleine und am nächsten Tag ist ja dann auch so ein Nachsorgetermin.
Ich hoffe soooo sehr das wir hinterher denken, das es sich gelohnt hat! Bitte bitte – macht das wir nicht zucken oder sonst wie unvorhersehbare Bewegungen in den falschen Momenten machen! So, du blöde Zeit… dann geh doch jetzt bitte mal so schnell, wie du das sonst immer machst!
Soweit dazu… wir haben heute die Pflanzen eingepflanzt blume29
Wir wünschen Euch eine möglichst schöne und stressfrei Woche!

Therapie und mehr…

Heute (Sonntag) haben wir viel zu lange geschlafen… aber ärgern lohnt sich ja auch nicht, denn man kann es nicht Rückgängig machen.  So ist unser Tag heute kürzer und die Nacht hoffentlich trotzdem nicht sooo lang.

vielfaltDie letzten Tage gehen die Gedanken und Gefühle ziemlich hin und her. Am Donnerstag hatten wir Therapie und bevor wir sie angerufen haben, war es dann echt schwer, denn es wurde deutlich, dass die Angst war, dass die Therapeutin uns nicht mehr mag. Mit den ersten Sätzen am Telefon war diese Angst auch schon wieder beruhigter. Zum Glück geht das recht schnell und so konnten wir dann auch mit ihr reden und es war gut!
Sie wird uns bestimmt alle Fragen immer beantworten und helfen wo es geht, damit es ein möglichst guter Abschluss wird und woanders gut weitergehen kann. Wir werden uns jetzt wirklich nach jemanden anderen umsehe müssen. Das wird nicht leicht.

Es kreist viel im Kopf umher. Versuche da auch offen für Neues zu sein. Es gibt da unsere ehemalige Kliniktherapeutin, die uns noch sehr am Herzen liegt, aber sie ist auch noch weiter weg als unsere jetzige Therapeutin. Dazu kommen andere Bedenken, die Angst nicht genug zu sein und sie in die Realität zu holen und zu verlieren, denn sie ist von einigen Innen Idealisiert und bestimmt inzwischen auch verzerrt… sie ist so nah manchmal, das es nur schief gehen kann vielleicht. Weiß nicht.
Eine andere vor Ort käme vielleicht in Frage, aber da gibt es erst noch einiges abzuklären. Frau Str. will sich auch noch umhören und ich hoffe das vielleicht noch andere vor Ort in Frage kommen. Sonst müssen wir wieder weiter in Bremen schauen.

Wir würden uns jemanden wünschen die bleibt. Wo nach menschlichem ermessen erst mal sicher ist, das sie nicht geht. Wir möchten uns auch gefühlsmäßig einlassen können und nicht schon das Ende vor Augen haben. In die Klinik gehen wir nicht mehr seid unsere Kliniktherapeutin da nicht mehr arbeitet. Mai und Urs sind auch “auf Zeit” nur da und es kann immer so kommen das sie weg gehen. Zur Zeit ist die Zusicherung bis Ende des Jahres. Frau Str. war auch lange schon klar, das sie in Rente gehen wird, auch wenn es jetzt eher als geplant sein wird vielleicht. Ist blöd so. Wir wünschen uns so jemand die bleibt.

Die Gedanken drehen sich viel um die Frauen in unserem Leben grad. Auch an die Mutter müssen wir denken. Die Gefühle wenden sich in alle Richtungen.

Diese Woche ist es 2 Jahre her, das ein lieber Mensch gestorben ist – auch schon wieder 2 Jahre…

Es ist nicht leicht sich im Heute zu verankern und immer wieder klar zu kriegen, das Richtige zu tun. Teils pragmatisch anzugehen was muss. Es erst mal nur zu denken schon ist schwer.

Samstag, 13. April 2013

Bald gibt es Tee!

Vielleicht erinnert ihr euch, wir hatten mit Mai die Abmachung, wenn bis Donnerstag der Schreibtisch nicht angefangen wurde aufzuräumen, dann macht sie es mit uns gemeinsam. Da dieses nicht gewollt wird, kam es Mittwoch Nacht zum Räumen. Das hat übrigens nicht das Ziel, uns beizubringen wie oder wann man aufräumt, denn das meiste was man im Haushalt so tut, konnten wir wahrscheinlich schon mit 5 Jahren, sondern soll Helfen den Frust zu mindern, den ich bekomme, weil von Inneren, aus noch unbekannten Gründen, sowas blockiert wird und der Haushalt entsprechend aussieht immer wieder. Also konnte ein wenig getan werden, mit Schmerzen und mit “alle 5 Minuten Pause”.

So haben wir Heute (Freitag) zur Belohnung Pflanzen gekauft :o) Eine Margerite, eine Melisse und eine Minze. Im letzten Jahr bekamen wir von Mieke einen Lavendel und ein Mädchenauge. So wird hoffentlich in den nächsten Tagen ein- und umgepflanzt :o)
Es ist so schön, wenn Pflanzen riechen, wir würden sie dann am liebsten immer anfassen und schnuppern :o) Ulrike, einer unserer letzten Betreuerinnen Assistentinnen hat mal erzählt wie sie für sich und ihre Familie im Sommer Tee aus frischen Pfefferminzblättern macht und den dann Kalt, als Erfrischung macht und das fanden wir sooo schön und jetzt kommt es dazu, dass wir das endlich auch mal ausprobieren können *freu!
Das Einkaufen mit Urs war schön und weil wir selten in andere Läden kommen, war es wieder eine große Flut von Eindrücken und ich merke, dass es uns immer noch beschäftigt. Wir sind wieder total erschöpft und aufgedreht gleichzeitig.

regenbogenHeute Abend haben wir wieder V*oice Kids gesehen und ja, ich habe ein schlechtes Gewissen, weil man diese Sendungen nicht Unterstützen sollte! Aber wir gucken es. Erwähnenswert ist dieses, weil wir bei der Sendung fast alle paar Minuten weinen müssen… Das hatten wir so noch nie. Aber immer wenn die Kinder sich freuen und gespannt sind und Angehörige sich mitfreuen, dann weinen wir. Es berührt uns so sehr und es ist ein mitfreuen und mit stolz sein und es ist auch ein Traurig sein. Ich weiß jetzt schon, das wir das wohl weiter gucken werden. Könnte wie Mr. Spock ein “Faszinierend!” äußern. Ich lasse es soweit es geht geschehen und versuche zu spüren, was es Innen macht. Merke wie immerzu wieder die Luft angehalten wird, um das Weinen zu unterdrücken, aber versuche dann auch weiter zu atmen. Essen und Weinen führt übrigens anscheinend meistens zum Verschlucken.

Wir wünschen allen eine Gute Nacht und werden es auch jetzt mit dem Schlafen probieren!

Sonntag, 7. April 2013

Grummel...

Hallo,
unser Läppi hat immer öfter blue screen und grad auch wieder und kommen wohl nicht drum herum alles neu zu machen. Hoffe wir kriegen das gut hin, ist schon nen paar Jahre her wo wir das machen mussten. Drückt uns mal die Daumen das es relativ schnell geht.

Liebe Grüße und allen eine schöne Woche wünschen wir.

Traumatherapie: alles hat ein Ende…

katastrophen

Es fällt mir schwer einen Anfang zu finden. Irgendwie ist es unfassbar Katastrophal und doch nur eine Tatsache. Ich erzähl erst einmal die Fakten.
Unsere Therapeutin hatte eigentlich vor Ende 2014 in Rente zu gehen. Das war schon sehr schwer zu denken und wurde weggeschoben, weil ist ja noch Zeit. Am letzten Donnerstag, in den letzten vielleicht 10 Minuten sagte sie dann folgendes: Wir haben noch 11 bewilligte Stunden von der Krankenkasse, das reicht bis Juni. Sie wird eine Verlängerung beantragen, aber es ist sehr wahrscheinlich das es keine Stunden mehr gibt, wenn dann vielleicht noch mal 10. In den letzten gut 6 Jahren, wurde diese skandalöse Politik der Krankenkassen nicht zu unserem persönlichen Problem, weil unsere Therapeutin auch Ärztin ist und die Stunden für uns weiterliefen, nur anders abgerechnet wurden. Jetzt hat sich bei ihr irgendwas geändert. Sie hört schon Ende des Jahres auf zu arbeiten, spätestens im März. Und sie wird vielleicht nicht mehr anders abrechnen können, was sich aber erst im Mai rausstellt.

Das heißt für uns, das wir vielleicht ab Juni – vielleicht spätestens aber ab März Keine Traumatherapie mehr haben. Wir können dann auch nicht zu einer anderen wechseln (insofern man eine findet, die sich mit DIS auskennt UND wo es im Zwischenmenschlichen klappt), weil wir ja keine Stunden von der Krankenkasse bekommen. Wäre es anders (wie geplant) gelaufen, dann wäre es auch schwer, aber zumindest wäre dann diese 2 jährige Zwangspause (die es ja offiziell nicht gibt – siehe hier *klick*) zum großen Teil schon wieder weg und man könnte relativ Zeitnah gucken wie es weiter gehen kann.

So ist es nun. Wir waren und sind irgendwie im Schock oder so. Blöd, das es kurz vor Ende der Stunde gesagt wurde. Blöd, das es überhaupt gesagt werden musste.

Ein Warten ist, dass eine unserer Helferinnen kommt und sagt: “April April!” Aber es kommt niemand und sagt das. Ich selber bin reduzierter noch und bekomme immer wieder Innere Wellen mit. Den Körper, die Neurodermitis und Migräne (aber meist nicht so nah (weiß gar nicht ob Unos, also nicht Viele Menschen, das kennen, dass man Migräne haben kann aber weil sie jemand anderes hat, spürt sie eben nur so nah wie diejenigen sind, was dennoch anstrengend ist), Verspannungen und so was.

Und die anderen Innen? Insgesamt schwierig.
Totale Verzweiflung, Verlassen und Verletzt, bedroht, bestätigt, Ignorant, arrogant, ängstlich, panisch, stur, selbstbestrafend (die anderen Innen bestrafen, beschimpfend), trotzig, depressiv, versteckt, schweigend, überfordert…. die verschiedensten Wellen kommen und gehen, gleichzeitig und nacheinander, miteinander, füreinander und gegeneinander.

Ich bin schlecht im Worte finden, wenn es um so viele Gefühle geht und weiß auch keine angemessene Reaktion. Nur, es kann sein, dass es schwieriger wird die nächste Zeit.

Donnerstag, 4. April 2013

So ists nich nur

is nichtsDas Leben ist eben ein Fluss und kein sanft und gleichmäßig fließender Kanal, sagte Frau Str. heute. Da gibt's eben Strudel, kleine und große. Wäre ja sonst auch Langweilig. Will ja keiner.

Heute Therapie nach der Osterpause und es gab dann ja doch einiges was war und angesprochen wurde und eigentlich lief es ja ganz gut. Irgendwie werden viele Entscheidungen grad getroffen in verschiedenen Situationen. Ist ja was gutes. Lässt sich immer so schwer halten, was war und wäre aber gut das dann auch mal zu sehen. Grad wenn das Gefühl da ist, dass je nix passiert.

Mit Mai hat man gestern ab gemacht, dass wenn bis Donnerstag die berühmt berüchtigte Schreibtischecke nicht aufgeräumt ist, das man es dann mit ihr macht. Soweit ich weiß will das keiner mit Mai machen, so besteht ne Chance es selber hinzukriegen. Geschieht das so, dann fahrn wir Donnerstag in nen Gartencenter und kaufen Pflanzen für den Balkon. Werden sehn. Is ja noch Zeit^^

Is ja immer nen hin und her mit dem was is und is eben nich so leicht. Aber Hey – alles cool! Sind grad nen bisschen übermüdet denk gehn ma besser schlafen für kurz.

Gehabt euch wohl liebe Leut.

Dienstag, 2. April 2013

Liebe sterne,

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Bitte, lasst mich was tun! Ich will die Zeit und alles nicht einfach ungenutzt vergehen lassen. Ich habe Ideen und Wünsche und einiges davon lässt sich hier in unserer Wohnung verwirklichen. Auf- und Umräumen, basteln und malen. Wenn ich nichts tun kann, werde ich immer depressiver und dann kann ich auch nicht nützlich sein für uns alle. Lasst es uns ein bisschen ausprobieren, vielleicht macht es jemanden von Euch ja auch Freude. Die, die das ständig blockieren, warum macht ihr das? Ich weiß, es hat was mit Schutz zu tun und ich Danke Euch auch! Nur vielleicht könnt ihr versuchen doch etwas mehr zuzulassen und einfach mal schauen was passiert? Bitte, versucht mir ein bisschen zu vertrauen und gebt mir etwas mehr Handlungsspielraum. Ich verliere sonst die Hoffnung und dabei gibt es doch so viel schönes, was wir noch kennenlernen können…. Ich bitte Euch helft mir!

anja

Montag, 1. April 2013

Damit es nicht vergessen wird

osterimpression as 2013

Das Bild zusammengestellt und bearbeitet – so das ein bisschen das Schöne zu sehen ist vielleicht, weil die Basis sind schlechte Handybilder, die den Augen geschadet hätten :o) Eines Tages gibt es schöne Bilder von einer Kamera, so lange ärgere ich mich und Euch immer mal wieder mit den Handybildern *grins* (Ein Hoch auf Bildbearbeitungsprogramme!)
Ostern ist, wie die meisten Feiertage, bei uns immer schwierig – mal mehr, mal weniger im mindestens stündlichen Wechsel. Was damit zusammenhängt, das ich kaum einen Bezug zu den Festen habe, da mir Erinnerungen an die Vergangenheit fehlen und somit keine wirklichen Anleitungen da sind. Andere Innere haben wohl eher Erinnerungen, aber die sind meist nicht gut. Dann gibt es aber auch Innere, die Neugierig Vorfreude zelebrieren. Traurige, weil wir keine Herkunftsfamilie “haben” und nicht mal eigene Kinder. Und irgendwie ist auch immer ein Hauch Glauben im Christlichen Sinne mit anwesend.
Diese Mischung machts oft stressig dann. Ach Ostern? Bedeutet mir nichts! Schreiben nichts im Blog. Dooooch ein Ostergruß muss sein… Macht nichts das Mieke arbeiten muss! Planen des Ostersonntag Frühstücks mit Mieke. Nein wir kaufen keine Geschenke! Osternest macht Mieke uns – nein, wir brauchen keine Süßigkeiten kaufen…. Ok, nur das…. Jaaaa, das schenken wir Mieke und uns! Aber wir schenken doch nichts…. Machen nur ein Frühstück! Aber wir müssen doch Eier anmalen! Nee, brauchen wir nicht! Ist doch nur ein langes Wochenende, was bewirkt das Therapie ausfällt und Betreuung sich verschiebt…. ätzend! Samstag Nacht: Eier gekocht, angemalt und versteckt…, abgewaschen, das Geschenk eingepackt, Tisch mit Hasenservietten geschmückt…. sieht das schööön aus – große Aufregung, wenig Schlaf. Mieke kommt und freut sich und hier freuen sich einige auch sehr :-)
Warten im Wohnzimmer, weil Mieke auch noch was auf den Tisch stellt…. Spannung Innen. Endlich hin können. Ohhhh das schöne Osternest, der Hase *freude* ein bisschen später “komme ich dazu” und sehe das dort auch ein so schöner Topf mit Narzissen steht – Mieke lacht, weil sie es so mitkriegt dieses “in Etappen wahrnehmen”. Dann muss Mieke Eier suchen und es gluckst förmlich Innen vor Spannung und Aufregung :o) Sie lacht so über die Eiergesichter. Hach, ist das schön :o) Dann noch das Geschenk auspacken und sie freut sich und wir uns mit und dann Frühstücken und noch ein bisschen Karten spielen. Dann musste sie wieder gehen zur Arbeit und wir waren total erschöpft. Ostern hat bei uns mit viiiiel Vorbereitungszeit etwa 3 Stunden gedauert.
Es ist gut so. Schlafen war dann Nachmittags erst einmal dran. Einige Kleine und Größere Innen hatten Freude und ich auch. Mieke ermöglicht uns ein bisschen an solchen Feiertagen etwas Positives zu verknüpfen und irgendwann hat das mehr Wert als die Vergangenheit! Ein bisschen weniger innerer Stress wäre schön. Wir arbeiten dran.
So war es und nächstes Jahr bemalen wir die Eier vielleicht doch nicht in der letzten Nacht, sondern eher.